Stefan Koubek will sich noch einmal "derrappeln"
Fünf Challenger in Folge, dann Entscheidung über einen Australien-Trip: Stefan Koubek hat nach seinem Erstrundenaus in Wien bis 2010 kaum eine Pause.

Foto © GEPAAuf Stefan Koubek warten harte Wochen
Nichts wurde es am Montagabend für Stefan Koubek aus dem so erhofften ersten Sieg auf der ATP-Tour seit Wimbledon. Für den 32-jährigen Kärntner, der vor fast eineinhalb Jahren wegen einer Bandscheiben-Operation für rund sechs Monate ausgefallen war und seither hartnäckig um sein Comeback in den Top-100 kämpft, gab es in der Wiener Stadthalle ein Aus in Runde 1.
Nun geht es für den Wahl-Wiener zurück auf Challenger-Ebene, wo er heuer noch über 100 Punkte zu verteidigen hat. Sein großes Ziel, bei den Australian Open 2010 fix im Hauptbewerb zu stehen, ist nach der Erstrunden-Niederlage bei der Bank-Austria-Trophy noch schwieriger zu erreichen. Derzeit ist Koubek noch Nummer 114 der Welt, doch ein Viertelfinale in Eckental und ein Halbfinale in Dnjepropetrowsk hat er aus dem Vorjahr u.a. noch stehen.
Schwierige Aufgabe
Koubek kann an seine Trainingsleistungen nicht anschließen, wie er selbst sagt. "Ich mache mir selbst auch genug Druck. Jetzt habe ich nur noch fünf Challenger, die ich heuer spiele und da sind noch einige Punkte, die ich noch verteidigen möchte", sagt der Wahl-Wiener. Eckental, Aachen, Bratislava, Helsinki und den neuen Challenger in Salzburg hat er noch auf dem Programm. Erschwerend kommt hinzu, dass nach der Reglement-Änderung die Punktevergabe verdoppelt wurde. "Dass heißt, dass ich bei allen Ergebnissen, die ich letztes Jahr gemacht habe, eine Runde weiterkommen muss, um die Zähler zu verteidigen", so Koubek. Will er das angestrebte Ziel Top-100 erreichen, müsse er auch etwa 50 zusätzliche Punkte machen.
Ach wenn Koubek am 2. Jänner 33 Jahre alt wird, ans Aufgeben denkt der Routinier noch nicht. "Es ist ein harter und weiter Weg. "Es kann bei jedem Turnier 'klick' machen und du kommst mal weiter, kriegst Selbstvertrauen und machst dann die Punkte. Jetzt muss ich jede Chance wahrnehmen."
Einmal will er sich im Spätherbst seiner Karriere noch "derrappeln" wie er sagt. Und sich und allen Zweiflern beweisen, dass er noch nicht abzuschreiben ist. Erst nach den fünf Challenger-Auftritten will Koubek entscheiden, ob er gleich nach Weihnachten wieder den Australien-Trip auf sich nimmt, oder doch die heuer völlig ausfallende Vorbereitung auf die neue Saison praktisch nachholt. "Ich möchte natürlich nach Australien, aber da muss ich mir am Ende der Saison Gedanken machen, ob das Sinn macht."













