Wien auf Suche nach einer neuen Nummer eins
Der Argentinier Juan Martin del Potro ist für die heurige Bank-Austria-Trophy kein Thema mehr. Zwei Ersatzspieler sind geplant, davon einer aus den Top 10.

Foto © APADel Potro nach Shanghai-Aufgabe für Turnierdirektor Straka kein Thema mehr
Turnierdirektor Herwig Straka wird sich nach der am Mittwoch in Shanghai im aufgegebenen Zweitrunden-Match gegen Jürgen Melzer aufgetretenen Verletzung am rechten Handgelenk nicht mehr um den US-Open-Sieger bemühen. Del Potro müsste sich schon fit melden und ankündigen, seine Wien-Zusage doch einhalten zu wollen. Doch das scheint unwahrscheinlich. Denn erst zuletzt hatte der 21-Jährige wenig Lust gezeigt, in die österreichische Bundeshauptstadt reisen zu wollen. Seine Auftaktniederlage in der vergangenen Woche in Tokio und nun in Shanghai zeigen, dass beim "Gaucho" derzeit ein bisschen die Luft draußen ist. Und Straka fehlt angesichts der Verletzung Del Potros nun die Handhabe, wie geplant bei der ATP gegen die Absage Del Potros für Wien weiter zu intervenieren.
Mentales Loch?
Ein von Straka für Mittwoch mit ATP-Chef Adam Helfant nach dessen Rückreise von Shanghai nach Europa geplant gewesenes Gespräch wurde daher überflüssig. "Wir haben jetzt keine Möglichkeit mehr, Einfluss zu nehmen", meinte Straka zur APA. Der wahre Grund für Del Potros Tief ist auch ihm nicht ganz klar. "Vielleicht ist es kein körperliches, sondern ein mentales Problem. Vielleicht ist er nach den US Open in ein mentales Loch gefallen." Jedenfalls will Straka ab sofort all seine Energie in andere zugkräftige Spieler stecken, wobei der bei einer Del-Potro-Absage nachrückende Franzose Gael Monfils als aktueller Weltranglisten-14. nicht die Nummer eins des Stadthallenturniers sein soll. Straka: "Wir wollen zwei Ersatzspieler holen, davon einen aus den Top Ten." Bei Ansicht der Weltrangliste kommen da am ehesten der Spanier Fernando Verdasco (9.) und die Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (7.) und Gilles Simon (10.) in Frage.













