US-Open-Halbfinalistin Wickmayer spielt in Linz
Wickmayer ist nach Flavia Penneta (ITA/WTA-Nr. 10), Agnieszka Radwanska (POL/11) und Daniela Hantuchova (SVK/25) die vierte Top-25-Spielerin bei dem Traditionsturnier.

Foto © GEPAYanina Wickmayer
Die Veranstalter des Generali Ladies Linz, das am Montag mit dem Hauptbewerb beginnt, haben am Freitag die Verpflichtung der aufstrebenden Yanina Wickmayer bekannt gegeben. Die Belgierin, die am 20. Oktober erst 20 Jahre alt wird, hat heuer mit dem Einzug ins US-Open-Halbfinale für Furore gesorgt.
Wickmayer wurde von Turnierdirektorin Sandra Reichel - wie zuvor auch Patricia Mayr - mit einer Wildcard bedacht. "Yanina Wickmayer wird eine große Zukunft vorhergesagt. Wir freuen uns, dass wir eine Spielerin, die die kommenden Jahre auf der WTA-Tour mitbestimmen wird, in Linz präsentieren können. Mit ihrer Spielweise stehen ihr alle Möglichkeiten offen", sagte Reichel am Freitag bei einer Pressekonferenz in Linz. "Mit ihrer Athletik, den kraftvollen Grundschlägen und den Kämpferqualitäten bringt sie alle Voraussetzungen mit, um sich weiter nach oben zu arbeiten", stellte auch Turnierbotschafterin Barbara Schett der Weltranglisten-25. ein hervorragendes Zeugnis aus.
Hochwertig
"Der Kreis der Titelanwärterinnen ist mit der Verpflichtung von Wickmayer noch größer geworden. Durch die große Dichte des Feldes ist ein spannender und hochwertiger Turnierverlauf garantiert", ist Veranstalter Peter-Michael Reichel überzeugt. Topfavoritin Pennetta ist nach ihrem Aus in Peking bereits auf dem Weg nach Linz, wo Österreichs Nummer 1, Sybille Bammer, schon seit einigen Tagen trainiert.
Beinahe schon absurd ist die Preisgeld-Situation: Ursprünglich ist Linz nach der WTA-Reform seit heuer nur noch ein 220.000-Dollar-Turnier und darf somit mit einer Top-Ten-Spielerin (Stichtag ist aber der 31. Dezember des Vorjahres) aufwarten. Sollte sich bis Freitag, 16.00 Uhr noch eine Top-Ten-Akteurin melden, dann müsste die Dotation auf 500.000 US-Dollar aufgestockt werden. Unabhängig davon kann sich der Veranstalter aber sogar noch bis Montag, also dem ersten Spieltag, entscheiden, ob er von 220.000 Dollar noch aufstocken möchte. Die Weltranglisten-Punkte bleiben davon übrigens unberührt.
Die heimischen Hoffnungen ruhen freilich einmal mehr auf Sybille Bammer, die zum zehnten Mal bei Österreichs größtem Turnier antritt. Ihr bisher bestes Abschneiden liegt vier Jahre zurück, als sie erst im Viertelfinale ausgeschieden war. Die Voraussetzungen sind heuer allerdings nicht gerade rosig, hat Bammer doch ein gesundheitlich sehr durchwachsenes Jahr und zuletzt auch Probleme in Peking. "Sybille hatte in den letzten drei Monaten vielleicht so intensiv trainiert wie normal in einer Woche", meinte ihr Coach Jürgen Waber am Freitag. Seit zwei Tagen übt Bammer für ihr letztes Turnier in diesem Jahr in Linz.
Gut in Form
Bammer, die zuletzt erstmals seit langer Zeit aus den Top 50 gefallen ist (51.), ist natürlich ungesetzt und muss auch mehr denn je auf eine gute Auslosung am Samstag (10.00 Uhr) hoffen. "Das Turnier ist bärenstark besetzt, wenn Sybille in Form ist, kann sie jeden schlagen. Aber die Voraussetzungen sind natürlich nicht sehr gut", sagte Waber.
Nach vier Jahren en suite fehlt heuer Tamira Paszek, die ja noch ihre Rückenverletzung auskuriert. Dafür ist erstmals Patricia Mayr dank Wildcard im Hauptbewerb des Generali Ladies. Sollte nicht noch ein Star nennen, sind Yvonne Meusburger oder Niki Hofmanova die Kandidatinnen für die letzte noch offene Wildcard.













