Nadal startete erfolgreich, Federer schon in Runde 3
Zumindest in der ersten Runde haben die Knie gehalten. Rafael Nadal absolvierte am Mittwoch seinen ersten Auftritt bei den mit 21,664 Mio. Dollar dotierten US Open mit Bravour und nach außen hin ohne körperliche Probleme.

Foto © APARafael Nadal
Der Weltranglisten-Dritte fertigte den Franzosen Richard Gasquet, der nach einer Dopingsperre wegen Kokainmissbrauchs zurückkehrte, mit 6:2,6:2,6:3 ab.
Für den Weltranglisten-Ersten und fünffachen Titelverteidiger in Flushing Meadows, Roger Federer, war die zweite Runde nicht ganz so ein Spaziergang wie erwartet, auch wenn das 6:3,7:5,7:5 über Simon Greul dies nicht so aussagt. Doch der Deutsche wehrte sich nach Kräften. Federer musste im zweiten Durchgang zwei Satzbälle abwehren und im dritten einen 0:3-Rückstand aufholen.
Koffer packen
Am Tag der Abschiede musste sich zunächst Marat Safin bei seinem letzten Grand-Slam-Turnier gleich zum Auftakt Jürgen Melzer in vier Sätzen beugen, etwas später war auch für den 36-jährigen Fabrice Santoro (FRA) Endstation auf der Grand-Slam-Reise. Nicht weniger als 69 Mal war Santoro bei Grand Slams. Er unterlag Juan Carlos Ferrero klar in drei Sätzen.
Auch seine Landsfrau Amelie Mauresmo, die Nummer 17 des Damenturniers, konnte schon die Koffer packen. Sie machte gegen die Kanadierin Aleksandra Wozniak nur im ersten Satz vier Games, dann keines mehr. Schließlich war auch für Mauresmos Landsfrau Marion Bartoli (FRA-14) Endstation. Comeback-Mama Kim Clijsters wurde den Erwartungen gerecht und gewann mit 5:7,6:1,6:2.
Kleine Überraschungen
Für Federer geht es in der dritten Runde nun gegen Lleyton Hewitt, doch er kann mit einer 15:7-Bilanz und vor allem zuletzt 13 Siegen in Folge gegen den quirligen Australier mit der Gewissheit ins Match gehen, seinen Gegner gut zu kennen. "Das Besondere an diesem Duell ist vielleicht, dass wir erstmals beide Väter sind", meinte Federer lachend.
Bei den Damen kamen alle fünf im Einsatz befindlichen Top-Ten-Spielerinnen durch, darunter Titelverteidigerin Serena Williams und ihre Schwester Venus. Für die zweite Reihe gab es jedoch einige kleine Überraschungen: Neben den erwähnten Spielerinnen Mauresmo und Bartoli verloren auch Agnieszka Radwanska und Samantha Stosur, die Nummern 12 und 15 des Turniers, schon in der zweiten Runde.
Nicht im Einsatz war die topgesetzte Dinara Safina, aber ein Thema war sie dennoch: Ihr Bruder Marat brach bei seiner Abschieds-Pressekonferenz eine Lanze für Dinara. "Jeder geht hart mit ihr ins Gericht. Ist sie Nummer eins oder nicht? Ist doch egal. Sie ist die Nummer 1 der Welt. Das arme Mädchen versucht ihr Bestes. Sie bekommt Aufmerksamkeit, aber nicht jene Aufmerksamkeit, die sie verdient." Die Leute sollten doch das WTA-Ranking-System respektieren. Safina war zuletzt immer wieder kritisiert worden, weil sie Nummer 1 ist, ohne noch ein Major gewonnen zu haben.
Beeindruckend spielte an diesem Tag Flavia Pennetta. Die als Nummer zehn gesetzte Italienerin ließ Sania Mirza aus Indien kein Game. Sie war vor kurzem als erste Italienerin überhaupt in die Top Ten der Welt vorgestoßen, Tendenz weiter steigend.













