Jetzt droht Koubek das bittere Ende
Stefan Koubek verlor in der zweiten Runde gegen Robredo, Jürgen Melzer stand unfreiwillig im Rampenlicht.

Foto © GEPAStefan Koubek
Das erhoffte Tennis-Märchen ist ausgeblieben, Stefan Koubek wurde in der zweiten Wimbledon-Runde von der beinharten Realität eingeholt. Nach einer 6:3, 6:4-Führung gegen den an Nummer 15 gesetzten Spanier Tommy Robredo schlich der Kärntner nach 3:29-Stunden Spielzeit noch als frustrierter 4:6, 6:7, 1:6-Verlierer vom Platz. Damit konnte der 32-Jährige auch seine letzte Chance, nach seiner Bandscheiben-Operation dank des "Protected Rankings" in der Weltrangliste wichtigen Boden gutzumachen, nicht nützen.
Ein schwerer Gang. Denn die ernüchternde Realität liest sich für den Blondschopf wie folgt: Zwar wird Koubek, derzeit die ATP-Nr. 189, dank des Erstrunden-Erfolges über den Franzosen Roger-Vasselin einige Plätze nach oben klettern, doch bleibt ihm ab nun der Zutritt zu den größeren Turnieren verwehrt. Somit muss die einstige Nummer 20 der Welt (März 2000) den bitteren Gang Richtung Challenger-Turniere antreten, um sich von dort aus wieder an die Tennis-Sonne zurück zu arbeiten. Doch der Wahl-Wiener machte schon zu Beginn der Saison kein Geheimnis daraus, dass er dort keine längerfristige Zukunft für sich sieht: "Ich bin schon zu alt, um mich nochmals auf den kleinen Turnieren abzurackern."
Formanstieg. Noch schlägt in dem Linkshänder aber das Kämpferherz. "Ich werde es jetzt auf der Challenger-Tour versuchen. Vielleicht kann ich meinen Formanstieg konservieren und möglichst rasch wieder den Sprung unter die Top 100 schaffen." Zu wünschen wäre es dem Österreicher allemal . . .
Wettbetrug. Damit zu Jürgen Melzer. Der sah sich vor seinem heutigen Zweitrunden-Auftritt gegen Benjamin Becker unfreiwillig im Rampenlicht der Medien: Denn nach seinem überlegenen 6:1, 6:4, 6:2-Auftakterfolg über Wayne Odesnik wurde gegen den US-Boy der Verdacht des Wettbetrugs laut. So wären laut Wettanbietern außergewöhnlich hohe Summen auf Melzers Sieg in 3:0-Sätzen eingegangen. Sowohl Melzer als auch Odesnik betonten jedoch, nichts von einer möglichen Absprache zu wissen.
Streitigkeiten. Und zu guter Letzt noch eine erfreuliche Meldung hinsichtlich dem Daviscup in Chile (18. bis 20. September): Melzer hat die Streitigkeiten mit Daniel Köllerer aus dem Weg geräumt und wird dem Team zur Verfügung stehen.










