Weltrekord von 55 Assen reichte Karlovic nicht - Hewitt siegte
Ivo Karlovic hat am Sonntag in der ersten Runde der French Open in Paris zwar einen tollen Rekord markiert, doch kaufen konnte er sich davon nichts.

Foto © ReutersIvo Karlovic
Der baumlange Kroate servierte gegen den
Australier Lleyton Hewitt nicht weniger als 55 Asse (!) und
verbesserte damit seinen eigenen Match-Rekord um vier. Doch der
Sieger hieß nach 3:56 Stunden dennoch Hewitt: Er setzte sich nach
0:2-Satzrückstand mit 6:7(1),6:7(4),7:6(4),6:4,6:3 durch.
Mentaler Kampf. Hewitt war happy sich nach dieser Unzahl von Assen und vielen
Service-Winnern seines Gegners trotz eines 0:2 in Sätzen durchgesetzt
zu haben. "Das ist großartig. Gegen einen Typen wie ihn ist es fast
mehr ein mentaler Kampf, vor allem nachdem man die ersten beiden
Sätze im Tiebreak verloren hat", erklärte Hewitt, der aber
vorbereitet war, über die volle Distanz zu gehen. "Und darauf bin ich
heute wirklich stolz."
Ivanovic mit Mühe. Bereits zuvor hatte Titelverteidigerin Ana Ivanovic, die
mittlerweile auf Platz 8 zurückgefallen ist, das Turnier auf dem
"Court Philipp Chatrier" eröffnet. Gegen die Sandplatz-Expertin Sara
Errani aus Italien hatte sie allerdings einige Mühe, vor allem im
ersten Satz. Letztlich setzte sie sich aber 7:6(3),6:3 durch.
Ivanovic, die nach einer Knieblessur wieder schmerzfrei ist, gefällt
übrigens die Bezeichnung "Titelverteidigung" nicht besonders.
Safin weiter. "Nun, man will jedes Turnier, das man spielt, gewinnen. Natürlich
ist es eine große Ehre, hier Champion zu sein, aber es ist ein neues
Jahr, ein neues Turnier, neue Gegner und ein neues Gefühl", meinte
sie nach ihrem Auftaktsieg und ergänzte "ich will das Turnier
gewinnen, und es nicht verteidigen." Mühelos und jeweils in drei Sätzen haben sich der als Nummer acht
gesetzte Spanier Fernando Verdasco, Marin Cilic (CRO-13) und der
Russe Marat Safin (Nr. 20) für die zweite Runde qualifiziert.
Monflis wird spielen. Nicht gespielt und dennoch der Presse gestellt hat sich Gael
Monfils, wie im Vorjahr möglicher Drittrunden-Gegner von Jürgen
Melzer. Der Semifinalist des Vorjahres konnte sich der
Journalisten-Nachfragen wegen seiner Verletzung kaum erwehren. Am
Sonntag gab er bekannt: "Ich werde spielen, mein Knie schmerzt noch,
aber ich bin ready für Dienstag."
Zuschauerrekord. Unterdessen erfreut sich Roland Garros erneut großer Beliebtheit.
Für den Montag - so eine Mitteilung der Organisatoren - gibt es
keinen einzigen Sitzplatz mehr. Die Anlage platzt ja jedes Jahr aus
allen Nähten, 2008 wurde mit 455.417 Zuschauern ein neuer Rekord
markiert. Ein neues, zusätzliches Stadion ist seit Jahren in Planung.









