Kein Aufwärtstrend für Paszek - French-Open-Aus in Runde eins
Mit Tamira Paszek ist am Sonntag die erste im Einsatz befindliche Österreicherin gleich am Auftakttag der French Open ausgeschieden.

Foto © APATamira Paszek
Die 18-jährige Vorarlbergerin, die auch im
Vorjahr in Runde 1 ausgeschieden war, war gegen die starke
Argentinierin Gisela Dulko letztlich chancenlos und musste sich nach
72 Minuten mit 1:6,3:6 geschlagen geben. Insgesamt sechs weitere
ÖTV-Spieler sind in Paris noch im Einzel-Einsatz, fünf davon am
Montag.
Kitzbühel
Sehr schnell gegangen. "Es ist alles ziemlich schnell gegangen, ich habe kaum einen
Rhythmus gefunden und ich war nicht wirklich im Match dabei", meinte
eine enttäuschte Paszek. Vor den Augen ihres Freundes, dem Wr.
Neustadt-Fußballer Georg Margreitter, musste sich die Dornbirnerin
vor allem im ersten Satz regelrecht vorführen lassen. Nach einem
ungenützten Breakball im ersten Game gelang Dulko mit zwei
unerreichbaren Netzrollern selbst das Break. "Dann ist der erste Satz
innerhalb von 10, 15 Minuten vorbei gewesen." Nach exakt zehn Minuten
führte die Weltranglisten-42. aus Argentinien schon mit 4:0. Auch das
erste Break zum 1:4 konnte den Satzverlust nach 27 Minuten nicht mehr
verhindern.
Eigentlich dabei. Im zweiten Satz startete Österreichs Nummer 2 der Tennis-Damen
weit besser und ging nach einem Break 2:0 in Führung. "Da war ich
eigentlich im Spiel dabei, aber es war einfach keine Konstanz da."
Die im Ranking auf Platz 61 liegende Paszek gab in der Folge ihren
Aufschlag wieder ab und spätestens als sie bei 3:4 einen Breakball
zum 4:4 nicht nützen konnte, war die Partie entschieden. In der Folge
beendete Dulko im ersten Aufeinandertreffen mit Paszek das Match mit
einem weiteren Break.
Krise. Vor zwei Jahren hatte Paszek noch als das aufstrebende Talent im
internationalen Tennis gegolten, nun erlebt sie mit 18 doch eine
schon länger andauernde Krise. "Es ist nicht die leichteste Zeit. Ich
war einmal Nummer 35 und dort hinzukommen ist sicher nicht einfach.
Aber ich werde weiterhin hart arbeiten", versprach Paszek. Ihr Ziel
für diese Saison ist: "Auf jeden Fall wieder dorthin zu kommen, wo
ich vor zwei Jahren war."
Versteckter Witz. Der Spielwitz sei zwar nicht verloren gegangen, aber derzeit
versteckt. Zu schnell sei der Aufstieg in Teenager-Jahren aber nicht
für sie gegangen, beteuert Paszek. "Natürlich ist alles sehr schnell
gegangen, dann habe ich ein Jahr super gespielt. Dann war das Jahr
der Bestätigung, mit Trainerwechsel usw. Momentan ist einfach die
Ruhe für mich selbst nicht da."
Nicht abschreiben. So mancher Beobachter schreibt Paszek bereits ab, ihre Antwort
darauf: "Ich bin 18, wenn mir jemand jetzt sagt, Tamira wird nichts
mehr, höre ich es mir nicht an. Wie viele haben erst mit 25
angefangen, richtig Tennis zu spielen." Paszek bleibt noch in Paris
und spielt mit der Polin Marta Domachowska Doppel. Dann geht es auf
Rasen mit den Turnieren in Birmingham, Hertogenbosch und natürlich
Wimbledon.
Österreicher im Einsatz. Am Montag ist für die Österreicher Großkampftag bei dem mit 16,15
Mio. Euro dotierten, zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Lediglich
Sybille Bammer spielt erst am Dienstag ihr erstes Match. Gleich um
11.00 Uhr starten parallel Stefan Koubek gegen Nikolaj Dawydenko
(RUS-10) auf Court 2 bzw. Daniel Köllerer gegen den Chilenen Nicolas
Massu auf Court 8 in den zweiten Turniertag. Im Einsatz sind auch
Yvonne Meusburger (2. Match), Jürgen Melzer sowie die
Paris-Debütantin Patricia Mayr (beide 3. Match).
Features
Zum Thema
French Open
- Spielort: Roland Garros, Paris
- Termin: 24. Mai bis 7. Juni
- Dotation: 16,15 Millionen Euro
- Siegerscheck: je 1,06 Millionen Euro
Damen
- Tamira Paszek (AUT) - Gisela Dulko (ARG)
- Sybille Bammer (AUT-) - Nathalie Dechy (FRA)
- Patricia Mayr (AUT) - Marija Koryzewa (UKR)
Herren
- Stefan Koubek (AUT) - Nikolaj Dawydenko (RUS-10)
- Daniel Köllerer (AUT) - Nicolas Massu (CHI)
- Jürgen Melzer (AUT-24) - Sergio Roitman (ARG)













