Bammer gegen Ivanovic um ihr zweites Indian-Wells-Halbfinale
Mit souveräner Leistung auch gegen Hantuchova ohne Satzverlust. Vor Duell mit Serbin: "Bin gut drauf, nichts zu verlieren".

Foto © APBammer ist wieder in Form
Die Oberösterreicherin Sybille Bammer hat am Dienstag (Ortszeit) mit dem Viertelfinal-Einzug beim Premier-Turnier von Indian Wells den heuer bisher größten Erfolg für Österreichs Tennis fixiert. Die 28-Jährige besiegte die Slowakin Daniela Hantuchova in 70 Minuten sicher 6:3,6:2 und bekommt es nun am Donnerstag mit der gegen die Italienerin Flavia Pennetta 6:4,4:6,6:4 siegreiche serbische Titelverteidigerin Ana Ivanovic zu tun. Es geht um Bammers zweiten Semifinal-Einzug bei diesem Turnier nach 2007.
Verlauf. Ihre Qualifikation für die Runde der letzten Acht bei dieser höchsten Turnierserie nach den Grand Slams zählt, auch weil Hantuchova diesen heuer mit 4,5 Millionen Dollar dotierten Event 2002 und 2007 für sich entschieden hat. Zudem hat Österreichs Nummer eins bei ihren bisherigen drei Siegen im Turnierverlauf noch keinen Satz und in Summe nur 14 Games abgegeben. In dieser Verfassung scheint sie auch gegen die als Nummer fünf gesetzte Ivanovic durchaus Chancen zu haben.
Variantenreich. Gegen die auf Position 30 gesetzt gewesene Hantuchova stellte die als Nummer 23 geführte Bammer im Head-to-Head auf 2:2, indem sie sich im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Runden weiter steigerte. "Sybille war ihrer Gegnerin in allen Bereichen überlegen", meldete ihr Trainer Jürgen Waber. "Sie agierte variantenreich, hat gut das Tempo dosiert, um dann wieder selbst den Weg in den Platz zu finden, um Winner zu schlagen oder Hantuchova zu Fehlern zu zwingen."
Weltklasse. Über ihre schlagsichere, aggressive und taktisch clevere Vorstellung freute sich natürlich auch Bammer selbst. "Ich wusste, wenn ich gut spiele, kann ich als Sieger vom Platz gehen", meinte die Ottensheimerin. "Dass ich das Match aber so klar für mich entschieden habe, macht mich besonders happy." Für Waber ist Bammers Leistung durchaus als Weltklasse zu bezeichnen. Hantuchova spielte gar nicht schlecht, fand aber kein Mittel, um dem Spiel eine Wende zu geben.
Chance. Auch gegen die 21-jährige Ivanovic liegt Bammer vor der Partie in direkten Vergleichen mit 1:2 zurück, alle drei Partien waren übrigens Achtelfinal-Matches. Ihren bisher einzigen Erfolg gegen die ehemalige Nummer eins feierte die Österreicherin ausgerechnet in Indian Wells, vor zwei Jahren setzte sie sich gegen die vorjährige French-Open-Siegerin 6:7,6:0,6:3 durch. Es folgten 2008 eine Dreisatz-Niederlage in Berlin auf Sand sowie eine in zwei Durchgängen im Oktober in Linz.
Kombination. Natürlich geht Bammer als Außenseiterin in die Partie, doch sie sieht sich gegen die Weltranglisten-Siebente nicht ohne Möglichkeiten: "Ich bin gut drauf und habe nichts zu verlieren, das ist nicht die schlechteste Kombination." Gesundheitlich schmerzt es Bammer nach wie vor etwas im Nacken und Schulterbereich, nach dem Hantuchova-Match sowie für den (heutigen) Mittwoch waren Behandlungen bei Physiotherapeut Jan Velthuis angesetzt.
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