Aus in Runde eins: Melzer war in Zagreb chancenlos
Der Österreicher schlitterte in der ersten Runde von Zagreb gegen den jungen Russen Jewgenij Korolew in eine 4:6,0:6-Startniederlage.

Foto © APBittere Niederlage für Jürgen Melzer
Der Tennis-Monat Februar hat für Österreichs
Topspieler äußerst unerfreulich begonnen. Am Dienstag schied beim
ATP-Turnier in Zagreb Jürgen Melzer glatt in Runde eins aus, nachdem
es in der Qualifikation Alexander Peya, Stefan Koubek, Martin Fischer
und Rainer Eitzinger erwischt hatte. Ebenso 4:6,0:6 wie Melzer
unterlag Daniel Köllerer in Runde eins von Johannesburg, dazu kam die
vierte Saison-Niederlage von Julian Knowle/Melzer im Doppel.
Gesetzt, aber ausgeschieden. Melzer war in der kroatischen Hauptstadt als Nummer fünf gesetzt,
stand gegen Korolew aber nicht einmal eine Stunde auf dem Platz. Ein
frühes Break konterte der Niederösterreicher postwendend mit dem
Ausgleich zum 3:3, nach dem Stand von 4:4 machte der 27-Jährige aber
kein Game mehr. Der erst 20-jährige Korolew breakte zum 6:4 und
durchbrach den Aufschlag Melzers in Satz zwei gleich drei weitere
Male.
Nur neun Punkte.
Aktuell als 115. in der Weltrangliste 83 Plätze hinter Melzer
klassiert, stellte der Moskowiter im Head-to-Head auf 1:1. Melzer
machte im zweiten Satz gerade einmal neun Punkte und muss damit
weiter auf eine merkbare Auswirkung seines im Dezember in den USA
absolvierten dreiwöchigen Intensiv-Trainingslagers warten. Im Doppel
mit Knowle wartet er überhaupt noch auf den ersten Saisonsieg, am
Montagabend unterlagen die beiden Simon Aspelin/Pavel Vizner
(SWE/CZE).
Kein Gewissenskonflikt.
Köllerers Niederlage gegen den Portugiesen Frederico Gil bringt
Österreichs Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller zumindest nicht in
einen Gewissenskonflikt, denn auf den Oberösterreicher hat Schaller
für den Davis-Cup-Hit vom 6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen
schon verzichtet. Köllerer scheiterte in der 63-Minuten-Partie vor
allem an seiner Service-Schwäche, denn der 23-jährige Gil fand zwölf
Breakchancen vor, nutzte fünf davon.
Zu wenig.
Da war das eine Break für Köllerer in Satz eins viel zu wenig. Der
Welser hatte nach seiner Auftaktniederlage am 6. Jänner in Chennai
gegen den Weltranglisten-Fünften Nikolaj Dawydenko auf ein Antreten
in der Qualifikation der Australian Open verzichtet und dafür daheim
intensiv auf das Johannesburg-Turnier hingearbeitet. Schon am Vortag
war Köllerer in Doppelrunde eins an der Seite des Usbeken Denis
Istomin ausgeschieden.
Keine guten Nachrichten gibt es auch von Oliver Marach, den
Doppel-Halbfinalisten der Australian Open. Der Steirer war am Flug
zum ATP-Turnier nach Chile erkrankt und hat sich davon noch nicht
erholt. Für den (heutigen) Dienstagabend (MEZ) war sein Doppelmatch
mit dem Franzosen Nicolas Devilder gegen die topgesetzten Frantisek
Cermak/Michal Mertinak (CZE/SVK) angesetzt, doch war mehr als ein
Antreten unwahrscheinlich.
"Zu wichtig".
"Ich werde zwar auf den Platz gehen,", vermeldete Marach der APA -
Austria Presse Agentur aus Südamerika, "aber die nächsten drei Wochen
mit Lukasz (Anm.: Standard-Partner Kubot) sind mir zu wichtig, um
etwas Schlimmeres zu riskieren." Marach bleibt auf dem Kontinent und
spielt in Costa do Sauipe, Buenos Aires und Acapulco. In Acapulco
holte Marach 2008 seinen zweiten und bisher letzten ATP-Doppel-Titel,
und zwar mit Mertinak.
Schwierige Aufgabe.
Aus österreichischer Sicht bleibt in der aktuellen Woche nur noch
das Doppel-Antreten von Peya mit dem Deutschen Philipp Petzschner in
Zagreb, das Duo findet mit dem drittgereihten britisch-serbischen
Paar Jamie Murray/Dusan Vemic keine gerade leichte Aufgabe vor.













