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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2009 um 17:09 UhrKommentare

Aus in Runde eins: Melzer war in Zagreb chancenlos

Der Österreicher schlitterte in der ersten Runde von Zagreb gegen den jungen Russen Jewgenij Korolew in eine 4:6,0:6-Startniederlage.

Bittere Niederlage für Jürgen Melzer

Foto © APBittere Niederlage für Jürgen Melzer

Der Tennis-Monat Februar hat für Österreichs Topspieler äußerst unerfreulich begonnen. Am Dienstag schied beim ATP-Turnier in Zagreb Jürgen Melzer glatt in Runde eins aus, nachdem es in der Qualifikation Alexander Peya, Stefan Koubek, Martin Fischer und Rainer Eitzinger erwischt hatte. Ebenso 4:6,0:6 wie Melzer unterlag Daniel Köllerer in Runde eins von Johannesburg, dazu kam die vierte Saison-Niederlage von Julian Knowle/Melzer im Doppel.

Gesetzt, aber ausgeschieden. Melzer war in der kroatischen Hauptstadt als Nummer fünf gesetzt, stand gegen Korolew aber nicht einmal eine Stunde auf dem Platz. Ein frühes Break konterte der Niederösterreicher postwendend mit dem Ausgleich zum 3:3, nach dem Stand von 4:4 machte der 27-Jährige aber kein Game mehr. Der erst 20-jährige Korolew breakte zum 6:4 und durchbrach den Aufschlag Melzers in Satz zwei gleich drei weitere Male.

Nur neun Punkte. Aktuell als 115. in der Weltrangliste 83 Plätze hinter Melzer klassiert, stellte der Moskowiter im Head-to-Head auf 1:1. Melzer machte im zweiten Satz gerade einmal neun Punkte und muss damit weiter auf eine merkbare Auswirkung seines im Dezember in den USA absolvierten dreiwöchigen Intensiv-Trainingslagers warten. Im Doppel mit Knowle wartet er überhaupt noch auf den ersten Saisonsieg, am Montagabend unterlagen die beiden Simon Aspelin/Pavel Vizner (SWE/CZE).

Kein Gewissenskonflikt. Köllerers Niederlage gegen den Portugiesen Frederico Gil bringt Österreichs Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller zumindest nicht in einen Gewissenskonflikt, denn auf den Oberösterreicher hat Schaller für den Davis-Cup-Hit vom 6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen schon verzichtet. Köllerer scheiterte in der 63-Minuten-Partie vor allem an seiner Service-Schwäche, denn der 23-jährige Gil fand zwölf Breakchancen vor, nutzte fünf davon.

Zu wenig. Da war das eine Break für Köllerer in Satz eins viel zu wenig. Der Welser hatte nach seiner Auftaktniederlage am 6. Jänner in Chennai gegen den Weltranglisten-Fünften Nikolaj Dawydenko auf ein Antreten in der Qualifikation der Australian Open verzichtet und dafür daheim intensiv auf das Johannesburg-Turnier hingearbeitet. Schon am Vortag war Köllerer in Doppelrunde eins an der Seite des Usbeken Denis Istomin ausgeschieden.

Keine guten Nachrichten gibt es auch von Oliver Marach, den Doppel-Halbfinalisten der Australian Open. Der Steirer war am Flug zum ATP-Turnier nach Chile erkrankt und hat sich davon noch nicht erholt. Für den (heutigen) Dienstagabend (MEZ) war sein Doppelmatch mit dem Franzosen Nicolas Devilder gegen die topgesetzten Frantisek Cermak/Michal Mertinak (CZE/SVK) angesetzt, doch war mehr als ein Antreten unwahrscheinlich.

"Zu wichtig". "Ich werde zwar auf den Platz gehen,", vermeldete Marach der APA - Austria Presse Agentur aus Südamerika, "aber die nächsten drei Wochen mit Lukasz (Anm.: Standard-Partner Kubot) sind mir zu wichtig, um etwas Schlimmeres zu riskieren." Marach bleibt auf dem Kontinent und spielt in Costa do Sauipe, Buenos Aires und Acapulco. In Acapulco holte Marach 2008 seinen zweiten und bisher letzten ATP-Doppel-Titel, und zwar mit Mertinak.

Schwierige Aufgabe. Aus österreichischer Sicht bleibt in der aktuellen Woche nur noch das Doppel-Antreten von Peya mit dem Deutschen Philipp Petzschner in Zagreb, das Duo findet mit dem drittgereihten britisch-serbischen Paar Jamie Murray/Dusan Vemic keine gerade leichte Aufgabe vor.


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