Nadal machte mit Rochus kurzen Prozess
Nach 77 Minuten war Rafael Nadal mit Christophe Rochus fertig. Und auch Andy Murray hatte einen recht kurzen Arbeitstag.

Foto © APARafael Nadal hatte keine Schwierigkeiten mit Christophe Rochus
Die Top 25 im Herrenfeld der Australian Open haben allesamt die 1. Runde überstanden. Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal zog am Dienstag als Letzter und gleichzeitig am souveränsten in die zweite Runde ein, indem er dem Belgier Christophe Rochus nur vier Games ließ. Nicht ganz ohne Überraschungen lief es bei den Damen ab, mit der als Nummer 9 gesetzt gewesenen Polin Agnieszka Radwanska erwischte es auch eine Top-Ten-Spielerin. Die Favoritinnen kamen aber alle weiter.
Kurzer Prozess. Nadal machte mit Rochus in der "Nightsession" kurzen Prozess und war nach 77 Spielminuten bzw. rund eine Stunde früher mit seinem Gegner fertig als am Vortag Roger Federer. Der Spanier machte mit seiner u.a. aus 47 Winnern bestandenen Leistung nachdrücklich darauf aufmerksam, dass er diesmal weiter als im Vorjahr in das Halbfinale kommen wird. Daran wird zumindest sein kroatischer Zweitrundengegner Roko Karanusic wohl nichts ändern können.
Murray. Noch schneller als Nadal war der bisherige Saison-Dominator Andy Murray mit seiner Arbeit fertig. Allerdings profitierte der Schotte bei einer Führung von 6:2 und 3:1 von der Aufgabe seines rumänischen Gegners Andrei Pavel wegen einer Rückenverletzung. Murray zog nach dem nur rund 45-minütigen Spiel ein positives Fazit, obwohl er in den ersten Games eine gewisse Nervosität nicht verbergen konnte: "Es ist gut, bei diesen Temperaturen nur wenig Energie zu verbrauchen." Pavel gab nach der Partie bekannt, seine Karriere mit dieser Niederlage zu beenden. "Ich mag das meinem Rücken nicht mehr antun", erklärte der 35-Jährige.
Hewitt. Fragen nach seinem Rücktritt musste auch Lleyton Hewitt nach seiner Fünf-Satz-Niederlage gegen Fernando Gonzalez beantworten. Der einstige Weltranglisten-Erste sagte aber, er wolle nach seiner Hüftoperation noch einmal versuchen, nach vorne zu kommen, und denke nicht ans Aufhören. Stark präsentierte sich das Gros der französischen Armada. Jo-Wilfried Tsonga (Nr. 5) gab ebenso keinen Satz ab wie seine Landsleute Gilles Simon (6) und Gael Monfils (12), nächster Gegner des Kärntners Stefan Koubek. Mit Richard Gasquet (Nr. 24) kam ein weiterer Franzose weiter, jedoch in vier Sätzen.
Damen. Im Damen-Tableau starteten die Williams-Schwestern souverän. Venus (6) gab sechs, Serena (2) sogar nur fünf Games ab. Mehr Mühe bekundete die in dieser Saison noch ungeschlagene Russin Jelena Dementjewa (4). Sie verlor gegen die Deutsche Kristina Barrois (Weltranglisten-88.) den zweiten Satz, nachdem sie den ersten Durchgang erst nach 2:5-Rückstand gewonnen hatte. Sind bei den Herren in der Auftaktrunde insgesamt drei Gesetzte ausgeschieden, sind es bei den Damen sieben - darunter Sybille Bammer (Nr. 24.). Am Dienstag verabschiedeten sich neben Radwanska auch die Italienerin Francesca Schiavone (28), die Kanadierin Aleksandra Wozniak (30) und die Thailänderin Tamarine Tanasugarn (32).
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