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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 um 15:55 UhrKommentare

Davis Cup: Kapitän Schaller tendiert zu bewährtem Team

Gegen Deutschland tritt Österreich wohl mit Melzer, Peya, Koubek und Knowle an. Marach passt nicht ins Konzept.

Gilbert Schaller

Foto © GEPAGilbert Schaller

Österreichs Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller hat am vergangenen Wochenende bis Montag beim ATP-Turnier in Zagreb einige Tennis-Partien mit österreichischer Beteiligung, aber keinen ÖTV-Sieg gesehen. Am Werk war mit Jürgen Melzer, Alexander Peya, Stefan Koubek und Julian Knowle primär der Kern des zuletzt engagierten Davis-Cup-Teams, und so dürfte auch die Nominierung für den Weltgruppen-Hit von 6. bis 8. März in Garmisch-Partenkirchen gegen Deutschland aussehen.

"Rohbau steht". "Der Rohbau steht damit", erklärte Schaller nach seiner Rückkehr aus Kroatien im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Martin Fischer wäre noch ein Thema. Aber nicht, wenn alle anderen fit sind." Damit sprach sich der Steirer auch klar für eine Kaderzugehörigkeit von Doppelspieler Knowle aus. Der Vorarlberger selbst hatte der APA gegenüber die Berechtigung seiner Nominierung wegen heuer vier Niederlagen in vier Spielen angezweifelt.

"Wurm drinnen". "Im Doppel Julian und Jürgen ist ein bisschen der Wurm drinnen", musste auch Schaller eingestehen. "Dabei waren sie gegen Aspelin/Vizner zwei Sätze lang die besseren Spieler. Aber im Match-Tiebreak war die Anspannung bei Julian zu spüren, dass er endlich wieder gewinnen wollte." Der 39-jährige Coach ist freilich zuversichtlich, dass es im Laufe des Februar beim US-Open-Sieger 2007 wieder besser gehen wird.

"Klasse gezeigt". Im Davis Cup hätte der 34-jährige Knowle schließlich schon oft genug seine Klasse gezeigt. Der Halbfinal-Einzug von Oliver Marach bei den Australian Open ist zwar nicht spurlos an Schaller vorübergegangen, doch passe sein Spiel nicht zu dem der anderen Doppel-Kandidaten. Schaller: "Marach hat einen ganz anderen Spielstil als alle anderen, sein Spiel ist mehr von hinten angelegt." Als Doppel-Alternative zu Knowle oder Melzer stünde zudem noch Peya bereit.

Einziger Sieg. Der Wiener hat als einziger ÖTV-Profi in dieser Woche einen Sieg auf ATP-Turnier-Ebene eingefahren, bestreitet am Freitag mit seinem deutschen Partner Philipp Petzschner in Zagreb sein Doppel-Viertelfinale. In der dritten Runde der Einzel-Qualifikation war Peya an Dominik Hrbaty gescheitert. "Das war eine enge Partie und gegen einen Hrbaty kann mal schon mal verlieren." Der Slowake war im Herbst 2004 Weltranglisten-12. gewesen.

Vertrauen. Auch in Koubek vertraut Schaller, auch wenn er ihm bei seiner Zweitrunden-Qualiniederlage gegen den Kroaten Ivan Dodig nicht die beste Leistung bescheinigte. "Aber Dodig hat dann auch Fischer und Andrejew (Anm.: Topgesetzter Russe) besiegt, das hat Stefans Ergebnis wieder relativiert." Im deutschen Lager hat ja Tommy Haas seine Davis-Cup-Teilnahme abgesagt, Nicolas Kiefer zog sich vor einem Monat im Hopman-Cup einen doppelten Bänderriss sowie einen Sehnenanriss im rechten Knöchel zu.

Hoffnung. Die Deutschen hoffen aber - erzählte Schaller nach einem Gespräch in Zagreb mit Petzschner -, dass der 31-Jährige für Garmisch doch noch fit wird. Fix scheint die Nominierung von Philipp Kohlschreiber und Petzschner. Ein weiterer ernster Kandidat ist Rainer Schüttler. Jedenfalls kann der deutsche Team-Kapitän Patrik Kühnen theoretisch aus 15 Spielern in den Top 170 wählen, Österreich hat drei Akteure in den Top 200.


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