WM-Siege für Djokovic und Dawydenko
Djokovic und Dawydenko gewannen am Sonntag zum Auftakt des ATP Masters in Shanghai. Top-Favorit Federer greift am Montag erstmals in das Geschehen ein und will seinen fünften Titel.

Foto © APANovak Djokovic
Die Nummer zwei hinter seinem Namen gefällt
Roder Federer gar nicht. "Ich mag das nicht", sagt der Schweizer und
spricht von einem "scheußlichen Gefühl", als Weltranglisten-Zweiter
angekündigt zu werden. Das wird sich nach der
Tennis-Weltmeisterschaft in dieser Woche in Shanghai aber selbst dann
nicht ändern, wenn Federer seinen Titel verteidigen und wie vor ihm
nur Pete Sampras und Ivan Lendl zum fünften Mal Masters-Cup-Sieger
werden sollte. Olympiasieger Rafael Nadal wird das Tennis-Jahr als
Nummer eins beenden, obwohl der Spanier für das WM-Turnier der besten
Acht in China abgesagt hat.
Im Mittelpunkt.
US-Open-Sieger Federer steht im Qui-Zhong-Stadion ab seinem ersten
Match am Montag gegen den anstelle von Nadal ins Feld gerutschten
Franzosen Gilles Simon wieder im Mittelpunkt. Die Rückenverletzung,
die ihn vor einer Woche in Paris erstmals in seiner Karriere ein
Match verpassen ließ, ist auskuriert und der Ehrgeiz nach der
schlechtesten Saison seit Jahren mehr denn je angestachelt. Federer
will seinen fünften Turniersieg 2008 und hofft auf ein Happy End nach
einer verkorksten Saison. "Es wäre toll, wenn ich dieses Jahr, das
schwieriger war als andere, mit einem Sieg abschließen könnte",
erklärte Federer. "Dann kann ich mich in den Ferien noch besser
erholen."
Erster WM-Sieg.
Ein ernsthafter Widersacher des Topfavoriten scheint der Serbe
Novak Djokovic zu sein, der sein WM-Auftaktmatch gegen Debütant Juan
Martin Del Potro aus Argentinien am Sonntag in der Goldenen Gruppe
mit 7:5,6:3 gewann. Es war der erste WM-Sieg des 21-Jährigen, der bei
seiner Premiere 2007 alle drei Vorrunden-Matches verloren hatte. "Ich
bin froh, dass ich gewonnen habe, das ist ganz klar. Aber ich ärgere
mich darüber, ihn wieder ins Spiel zurückgelassen zu haben. Das war
mein Fehler. Zum Glück habe ich in den wichtigen Momenten stark
gespielt", sagte Djokovic, der Federer bei seinem ersten
Grand-Slam-Triumph in Australien Anfang des Jahres besiegt hatte.
Dawydenko-Sieg.
Im zweiten, hart umkämpften Spiel dieser Gruppe setzte sich
Nikolai Dawydenko nach 2:43 Stunden mit 6:7 (6),6:4,7:6 (0) gegen
Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich durch. Der Russe hatte im
Entscheidungssatz 5:2 geführt, doch der Pariser Masters-Series-Sieger
wehrte einen Matchball ab und schaffte den Gleichstand, ehe er im
Tiebreak punktelos den Kürzeren zog.
Features
Goldene Gruppe
Novak Djokovic (SRB-2) - Juan Martin del Potro (ARG-7) 7:5,6:3
Nikolai Dawydenko (RUS-4) - Jo-Wilfried Tsonga (FRA-6)
6:7(8),6:4,7:6(0)
Foto

Roger Federer möchte nicht die Nr. 2 seinFoto © AP













