Was Stefan Koubek nun braucht ist viel Geduld
Koubeks Weg zurück zu seiner früheren Form ist ein sehr langer Weg. Koubek: "Bringt nichts, hektisch zu werden." Österreichs momentane Nummer eins Jürgen Melzer ist weiter auf einen guten Weg.

Foto © GEPAStefan Koubek ist noch nicht der Alte
Leicht wird es nicht werden. Spätestens nach seinem Erstrunden-Aus in der Wiener Stadthalle weiß Stefan Koubek, wie lange der Weg zurück zu seiner früheren Form sein wird. Dem 31-jährigen Kärntner, der nach einem Bandscheibenvorfall samt anschließender Operation nach sechs Monaten Pause sein Comeback auf der ATP-Tour gab, fehlte es noch an Konstanz, Spritzigkeit und natürlich Selbstvertrauen. Neben der Erkenntnis, wieder schmerzfrei zu sein, braucht er nun aber vor allem eines: viel Geduld.
Keine Hektik.
"Es bringt jetzt nichts, hektisch zu werden. Natürlich möchte man so schnell wie möglich etwas leisten, aber ich werde mir in dieser Saison noch die eine oder andere 'Watschen' abholen", weiß Koubek, der nach dem 1:6,2:6 gegen den kurzfristig für den verletzten Tommy Robredo eingesprungenen Kolumbianer Santiago Giraldo freilich riesig enttäuscht war. "Vor ein, zwei Jahren wäre ich jetzt in einer Riesen-Depression. Aber jetzt ist es halb so schlimm, ich weiß, woran es hapert und dass es einen Grund dafür gibt."
Fitness.
In erster Linie muss er noch fitter werden. "Ich muss hin- und herlaufen können den ganzen Tag, dann kann ich ein bestimmtes Spiel spielen. Zur Zeit weiß ich, wenn es nur ums Arbeiten geht, dann halte ich noch nicht so lange durch und bin bald einmal außer Atem." Daher versucht er derzeit früher auf Punkt zu gehen. "Was aber nicht funktioniert, weil ich die Handbremse angezogen habe, und das ist dann ein Teufelskreis, aus dem ich rauszukommen versuchen muss."
Lob für das Publikum.
Voraussichtlich noch sechs Turniere wird Koubek heuer bestreiten. "Also sechs Turniere noch, das sind mindestens sechs Matches", beweist er Galgenhumor. Auch sein Langzeit-Coach Bresnik habe schon vorher gewarnt. "Es dauert mindestens drei Monate, normal dauert es sechs Monate." Sollte er es früher schaffen, wäre es nur Koubeks Erfahrung zuzuschreiben. Erfreut war Bresnik vom Wiener Publikum, das durchaus auch sehr kritisch sein kann. Doch man wusste um die lange Pause des Kärntners - kein einziger Pfiff war zu hören. "Hut ab, ein super Publikum."
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Mittwoch
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nicht vor 15:00:
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