BA-Trophy: Harte Konkurrenz für Koubek und Co.
Die ganzen großen Stars bleiben Wien in diesem Jahr fern, aber Wawrinka, del Potro und Gonzalez führen das Feld an. Außerdem feiert Stefan Koubek sein Comeback.

Foto © GEPAStefan Koubek geht in Wien wieder auf Punktejagd
Zum 34. Mal geht kommende Woche das Wiener Tennis-Stadthallenturnier in Szene, zum ersten Mal unter dem Namen Bank-Austria-Trophy. Zwar fehlt der Traditionsveranstaltung die absolute Zugnummer, nachdem sowohl Novak Djokovic als auch James Blake ihre Nennung zurückgezogen haben. Aber das Feld wird vom Schweizer Stanislas Wawrinka angeführt, der sich heuer klammheimlich in die Top Ten gespielt hat.
Preisgeld
Beim ATP-Turnier geht es für die Spieler um insgesamt 674.000 Euro Preisgeld.
Top-Spieler. Neben dem Vorjahres-Finalisten und Doppel-Olympiasieger an der Seite seines Landsmanns Roger Federer sind bei in Wien allerdings sehr viele Spieler zwischen 11 und 20 im Ranking am Start. Darauf baut auch Turnierdirektor Peter Feigl. "Wir werden von der ersten Runde an Weltklasse-Tennis sehen", ist sich Feigl sicher. Die Top 3 werden für Wien immer schwieriger zu finanzieren, dafür hat die Stadthalle auch immer wieder künftige Stars zu Gast: Juan Martin del Potro ist einer davon. Der 20-jährige Argentinier, der sich heuer in Kitzbühel mit einem Sieg im Endspiel über Jürgen Melzer schon einen Titel in Österreich geholt hat, gilt als Allrounder und hat heuer auch in Stuttgart, Los Angeles und Washington den Siegerscheck kassiert.
Favoriten. Als derzeit Weltranglisten-12. ist er auf dem Sprung, erstmals die Top Ten zu erreichen. Sein Ziel ist es freilich, ganz nach vorne zu kommen. Schon in New York äußerte er sich dazu: "Nur wenn ich hart arbeite, kann ich einmal herankommen, aber ich habe die Waffen und die Kondition." Er und der ebenfalls in Wien startende Fernando Gonzalez (CHI/ATP-Nr. 11) stehen in Tokio diese Woche schon im Viertelfinale und zählen auch in der Stadthalle zu den Sieganwärtern.
Österreicher. Aus österreichischer Sicht gibt es vier Eisen im Feuer. Jürgen Melzer, die heimische Nummer 1, ist wohl das "heißeste" davon: "Er kann hier schon sehr weit kommen und auch einmal ein Semifinale erreichen", hofft Turnierdirektor Peter Feigl. Noch mehr Aufmerksamkeit wird wohl Stefan Koubek bekommen. Der 31-jährige Kärntner feiert in der Stadthalle sein "richtiges" Comeback nach sechsmonatiger Pause. Zuviel darf man sich von Koubek nicht erwarten. Fehlende Matchpraxis kann auch das beste Training nicht wettmachen, ein bisschen fehlt ihm auch noch die Kraft in den Beinen. "Der Eine in mir möchte am liebsten das Turnier gewinnen, der Andere in mir sagt mir, dass ich am Boden bleiben muss und schön langsam wieder ins Turniergeschehen hineinwachsen muss. Das Wichtigste ist aber schmerzfrei bleiben."
Wildcard. Koubek bekommt ebenso eine Wildcard wie auch Davis-Cup-Held Alexander Peya, der in London mit dem entscheidenden Punkt zum 3:2 für den Klassenerhalt Österreichs in der Weltgruppe gesorgt hat. Und nach der Absage von Marin Cilic wegen einer Augenentzündung erhielt mit Martin Fischer ein weiterer ÖTV-Spieler eine Wildcard.
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Shooting-Star Juan Martin Del PotroFoto © APA
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Gonzalez: Super Spieler und hübsch zum AnschauenFoto © AP













