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    Zuletzt aktualisiert: 12.07.2008 um 20:32 UhrKommentare

    "Ich will jetzt jede Sekunde genießen"

    Nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester Daniela spricht Sandra Klemenschits über Hoffnungen, Verluste und den Glauben.

    Sandra Klemenschits

    Foto © GEPASandra Klemenschits

    Wien, 9. Bezirk, Pelikangasse 15, Wiener Privatklinik, Wartezimmer von Gynäkologin Brigitte Schurz, 14.30 Uhr: Sandra wirkt nervös. Unruhige Blicke Richtung Mutter Edith und dem Behandlungszimmer wechseln sich ab. Dort bespricht sich hinter verschlossener Tür die Ärztin mit Kurt Waltl. Der langjährige ÖTV-Masseur unterstützt die eineiigen Klemenschits-Zwillinge Sandra und Daniela seit Ausbruch der Krankheit Anfang 2007. Die damalige Diagnose: Unterleibskrebs. Am 9. April verlor Daniela in Salzburg mit nur 25 Jahren den gnadenlosen Kampf. Sandra gilt hingegen als geheilt...

    Operation. Die Unruhe wird größer. Sandra, ganz in Schwarz gekleidet, geht von einem Eck ins andere. Einmal schneller, einmal langsamer. "Jetzt beginnt es wieder, das Kribbeln", sagt sie plötzlich mit glasigen Augen. Und man ist versucht, aufzustehen, sie in die Arme zu schließen und zu sagen: "Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut." Am 3. Juni wurden ihr in der Privatklinik Gewächse am Unterleib operativ entfernt. Die Befunde stehen aus.

    Gelöst. Eine halbe Stunde später, Cafeteria der Wiener Privatklinik. Die Lifttür öffnet sich, Sandra, Mutter Edith und Kurt Waltl kommen heraus. Sandra wirkt nun gelöster. In ihrem Gesicht taucht sogar ein kurzes Lächeln auf, in ihren Augen ein kräftiges Strahlen. Alles scheint gut.

    Sandra, vorweg die wichtigste Frage: Wie geht es Dir?
    SANDRA KLEMENSCHITS: Momentan wird mein Leben von Höhen und Tiefen bestimmt. Aber dadurch, dass der Kurtl (Anm.: Waltl) und meine Eltern die ganze Zeit hinter mir stehen, geht es mir im Gegensatz zu den letzten Wochen schon um einiges besser.

    Vor zehn Tagen tauchte die erfreuliche Nachricht auf, dass Du in Bad Gastein Dein Comeback auf der WTA-Tour geben wirst. Bist Du wirklich schon so weit?
    KLEMENSCHITS (lächelt):Ja, ich habe soeben von meiner Ärztin grünes Licht bekommen. Es ist soweit alles in Ordnung, dem Comeback steht nichts im Weg.

    Du wirst an der Seite der Deutschen Marlene Weingärtner Doppel spielen. Wie ist es zu dieser Partnerschaft gekommen?
    KLEMENSCHITS: Marlene macht gerade wie ich in Innsbruck die Ausbildung zur Tennistrainerin - da haben wir gemeinsam die Idee geboren.

    Kurt Waltl hat gesagt, dass bei Dir momentan vor allem im mentalen Bereich sehr viel gearbeitet werden muss.
    KLEMENSCHITS: Ja, und das ist auch ein Grund, warum ich wieder Tennis spiele. Ich muss Ablenkungen finden, damit ich nicht andauernd an das Vergangene denke. Auch wenn es mir jetzt besser geht, gibt es oft noch Tage, in denen es mich zurückwirft und ich in ein tiefes Loch falle.

    Trotz dem Verlust Deiner Schwester und Doppelpartnerin ist der Spaß am Tennis also nicht verloren gegangen?
    KLEMENSCHITS: Tennis hat mein bisheriges Leben bestimmt, und ich möchte wieder dorthin zurück. Der WTA-Zirkus ist wie eine große Familie, bei der ich mich sehr wohl fühle.

    Wie viel Training lässt Dein Körper momentan zu?
    KLEMENSCHITS: Ich richte mich nach ihm: Wenn er sagt genug, dann ist es genug. Es kann natürlich nicht gleich wieder so weiterlaufen wie davor.

    Wollt ihr heuer mehrere Turnier spielen?
    KLEMENSCHITS: Vorerst ist nur Bad Gastein geplant. Dann sehen wir weiter. Ich stehe derzeit zwar noch unter den Top 200, doch Marlene hat nach ihrer Verletzung gar kein Ranking. Daher sind wir auf Wild Cards angewiesen, die wir netterweise in Gastein von Sandra Reichel bekommen haben. Aber wie gesagt, ich muss auf meinen Körper hören und langsam und behutsam an die Sache herangehen.

    Bist Du noch in Behandlung?
    KLEMENSCHITS: Ich habe hier in der Privatklinik alle zwei Monate eine Kontrolle. Kommt etwas dazwischen, kann ich mich natürlich jederzeit melden. In der Zwischenzeit muss ich meinen Körper mit Vitaminen und Spurenelementen auffüllen.


    Sandra Klemenschits

    • Geboren: 13. November 1982
    • ^Wohnort: Anif
    • Karriere-Preisgeld: 89.214 Dollar
    • Bilanz, Einzel: 151:100-Siege; Doppel: 216:148-Siege
    • Höchstes Ranking, Einzel: 318; Doppel (mit Daniela): 95
    • Größte Erfolge: 5 ITF-Einzel- und 20 ITF-Doppel-Titel

    Spenden für Sandra

    Volksbank Salzburg, Konto-Nummer.: 067025; Bankleitzahl: 45010

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