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Zuletzt aktualisiert: 12.07.2008 um 20:06 UhrKommentare

Kitzbühel sagt zum Abschied leise Servus

Nach 63 Jahren scheint das Tunier von Kitz im ATP-Kalender 2009 nicht mehr auf.

In Kitzbühel gehen die Lichter aus

Foto © GEPAIn Kitzbühel gehen die Lichter aus

Tennis in Kitzbühel, das wirkte einst wie ein Magnet. Für Promis, für Adabeis und natürlich auch für Zuschauer. Jagten im Winter die "Wilden auf zwei Brettern" die Streif hinunter, so lockte der Tiroler Nobelort im Sommerloch mit den "Racket-Artisten". Und diese folgten gern dem guten Ruf der Gamsstadt. Ob Vitas Gerulaitis, Guillermo Vilas, Henri Leconte, Boris Becker, Peter Sampras und natürlich Thomas Muster - sie alle schwangen in "Kitz" den Schläger. Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Ein schleichender Verfall hat sich in den letzten Jahren über das Turnier gelegt und so biegt Tennis in Kitzbühel heuer in seine Zielgerade.

Es ist vorbei. Nach 63 Jahren Austrian Open ist also Schluss - Kitz scheint im ATP-Kalender 2009 nicht mehr auf. Zwar klammern sich die Stadtväter, der Kitzbühler Tennisklub und auch Hauptsponsor "Grand Tirolia" auf die minimale Hoffnung, über Pörtschach-Turnierdirektor Ronnie Leitgeb und dessen Lizenz in eine Verlängerung gehen zu können, doch hat der Muster-Macher bereits angedeutet, zumindest vorerst an Pörtschach festzuhalten.

Sparflamme. Der Abschied von Kitzbühel wird ein leiser. Im Vorfeld lieferten sich Veranstalter Jürgen Pfauth und der Hauptsponsor einen öffentlichen Schlagabtausch, Zahlungen blieben (vorerst) aus und so wird heuer ein Event auf Sparflamme serviert. Der ORF überträgt nur an den letzten drei Tagen live aus der Hahnenkamm-Stadt, Side-Events wurden gestrichen. Auch für Startgelder war kein Euro übrig und so liest sich das Teilnehmerfeld wie die Besetzung eines B-Movies.

Stars als Mangelware. So wird heuer in Kitzbühel kein Top-Ten-Spieler zu sehen sein. Die Nummer eins mimt der Franzose Paul-Henri Mathieu, seines Zeichens die aktuelle Nummer 18 in der Weltrangliste. Ihm zur Seite Akteure wie Juan Monaco, Andreas Seppi und Juan Carlos Ferrero. Alles natürlich keine Blindgänger, alles aber auch keine echten Kapazunder.

Vier Österreicher dabei. Gespannt darf man vielleicht auf den Auftritt von Wimbledons Sensations-Halbfinalisten Rainer Schüttler sein - doch Rasen und Sand sind bekanntlich zwei Paar Schuhe. Mit dabei auch vier Österreicher: Melzer, Peya, Köllerer und Peya wollen zum Abschied ihr Bestes geben.

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