Tennis-Zirkus steht vor einer Revolution
Mit Federer, Nadal und Djokovic stehen erstmals die Top drei im ATP-Spielerrat. Und die Ballkünstler haben sich einiges vorgenommen.

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Während die Tennis-Asse an der Church Road auf Biegen und Brechen um jeden Punkt raufen, brodelt es hinter den Kulissen des "Weißen Sports" derzeit wieder einmal gewaltig. Anlass ist einmal mehr der ungeliebte ATP-Boss Etienne de Villers, der mit seinen fehlgeschlagenen Reformen jede Menge Unmut auf sich gezogen hat und wohl damit rechnen muss, dass sein Ende des Jahres auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wird.
Druck von oberster Stelle.
Zusätzlichen Druck erhält der Südafrikaner nun auch von oberster Stelle der Aktiven, denn mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic wurden erstmals die Top drei der Weltrangliste in den ATP-Spielerrat gewählt. Ein revolutionärer Schritt in der Tenniswelt, mischen sich damit doch erstmals die besten Profis aktiv in die Organisation ihrer Sportart ein. Und die drei Ballkünstler haben sich auch einiges vorgenommen: "Wir wollen uns vor allem mehr um die Spieler jenseits der Top-Plätze kümmern und auch hinsichtlich Turnierkalender mehr Einfluss nehmen."
Zu Amerika-lastig.
Denn die Tatsache, dass sich die ATP wieder mehr auf den amerikanischen Markt konzentriert und die europäischen Turniere darunter leiden (Hamburg wurde der Masters-Status aberkannt, der deutsche Tennisbund hat die ATP auf 50 Millionen Euro Schadenersatz geklagt), geht Federer gehörig gegen den Strich. "Die Vielzahl der Turniere in den USA steht nicht in der Relation mit den US-Spielern. Da muss sich etwas ändern", fordert der Eidgenosse. Ein weiterer Dorn im Auge: Die neuen Verpflichtungen zur Teilnahme an Turnieren bestimmter Kategorien ab 2009. Nadal: "Niemand mag Auseinandersetzungen. Ich habe auch lieber meine Ruhe und spiele Tennis. Aber es gab Pläne der ATP, über die wir einfach nicht informiert wurden. Das ist unakzeptabel" Und Djokovic: "Wir sind der wichtigste Teil dieses Sports. Die Leute kommen unseretwegen. Daher müssen wir auch unsere Interessen verteidigen."
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Federer und Co wollen nicht mehr tatenlos zusehenFoto © GEPA













