Melzer trifft zum Wimbledon-Auftakt auf Ljubicic
Das Österreicher-Quintett in Wimbledon hat es am Freitag bei der Auslosung nicht ganz so schlecht erwischt.

Foto © GEPAMelzer spielt in Wimbledon gegen Ljubicic
Österreichs Tennis-Spielern sind bei der am Freitag erfolgten Auslosung für Wimbledon zumindest in der ersten Runde die Top-Favoriten erspart geblieben. Die heimische Nummer 1 der Damen, Sybille Bammer, hat allerdings neben der Schwedin Sofia Arvidsson auch mit sich selbst zu kämpfen, denn die 28-jährige Oberösterreicherin leidet schon seit einigen Tagen an einer Stirnhöhlen- und Halsentzündung. Jürgen Melzer und Tamira Paszek haben die stärksten Erstrunden-Gegner erwischt. Hertogenbosch-Viertelfinalist Melzer trifft auf den als Nummer 26 gesetzten Kroaten Ivan Ljubicic, die 17-jährige Tamira Paszek bekommt es mit der Nummer 20 des mit 14,9 Mio. Euro dotierten Turniers, der Italienerin Francesca Schiavone, zu tun.
Neuer, alter Coach Auch wenn es für Paszek heuer noch gar nicht nach Wunsch lief, die Vorarlbergerin bereitete sich intensiv auf Wimbledon vor - wieder mit dem reinstallierten Coach Larri Passos an ihrer Seite. Schiavone fühlt sich auf Rasen nicht so wirklich wohl, sie erreichte in bisher sieben Versuchen nur einmal die dritte Runde.
Lösbare Aufgaben. Bezwingbare Erstrunden-Gegner erhielten Qualifikant Alexander Peya mit dem Deutschen Mischa Zverev bzw. Yvonne Meusburger mit der Rumänin Edina Gallovits. Peya könnte in Runde zwei auf Juan Carlos Ferrero (ESP-21) treffen, Meusburger "droht" im Falle eines Sieges eine Begegnung mit der Nummer 8, Anna Tschakwetadse.
Bammer. Denkbar schlecht ist die Ausgangslage hingegen für Bammer, die wieder einmal von gesundheitlichen Problemen geplagt wird. "Das Wichtigste ist vorerst einmal, dass sie wieder ganz gesund wird. Sybille hat eine Stirnhöhlen- und Halsentzündung und ist am Donnerstag den ganzen Tag im Bett gelegen", meinte ihr Coach Jürgen Waber. Er stuft die Chancen gegen die Schwedin Arvidsson, die aktuelle Nummer 59, nur mit 50:50 ein. "Eine offene Partie", so Waber. Das mögliche Aufeinandertreffen in der dritten Runde mit Maria Scharapowa (RUS-3) sei derzeit überhaupt kein Thema.
Melzer. Ganz auf die erste Runde konzentrieren muss sich freilich auch Jürgen Melzer. Mit dem Pörtschach-Halbfinalisten und Paris-Achtelfinalisten Ljubicic, der sich zuletzt wieder in guter Form präsentiert hat, hat sich Melzer erst einmal gemessen - kurioserweise ebenfalls in der ersten Wimbledon-Runde vor drei Jahren. Damals hatte sich Melzer mit 6:4,6:4,6:4 durchgesetzt. Auf Rasen war Ljubicic heuer noch nicht so erfolgreich (Halle/1. Runde, Hertogenbosch/2. Runde).
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Paszek spielt gegen SchiavoneFoto © GEPA
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