Federers Hoffnung heißt Djokovic
Kann Novak Djokovic in Paris für Roger Federer dessen Erzrivalen Rafael Nadal aus dem Weg räumen?

Foto © APADjokovic strotz nach seinem Sieg vor Selbstbewusstsein
Wenn man dieser Tage den TV-Sender Eurosport verfolgt, bekommt man so manch' interessanten Einblick in das Leben und die Gedanken der Tennis-Größen serviert. Denn die ehemaligen Asse Babsi Schett und Mats Wilander, die in Paris als "rasende Reporter" unterwegs sind, schaffen es in lockeren Dialogen, den oft zu verschlossenen Topstars Wissenswertes aus der Nase zu kitzeln.
26 Siege in Folge. So auch bei Roger Federer, der im Gespräch mit Wilander keinen Hehl daraus machte, dass er in den an Nummer drei gesetzten Novak Djokovic große Hoffnungen setzt. Denn der Serbe, der gestern den Letten und Wetter-Schützling Ernests Gulbis mit 7:5, 7:6, 7:5 aus dem Weg räumte, trifft nun im Halbfinale der French Open auf Rafael Nadal. Und wenn einer außer Federer selbst den dreifachen Paris-Triumphator Nadal (der Spanier hält an der Seine bereits bei 26. Siegen en suite) stoppen kann, dann ist das wohl der Weltranglisten-Dritte Djokovic. Obwohl, im "Head to head" zwischen dem Tennis-Clown und Nadal steht's 3:7 - zudem konnte Letzterer alle vier Duelle auf Sand für sich entscheiden und gab dabei nur einmal einen Satz ab.
Spekulationen. Doch machen die ganzen Spekulationen natürlich nur Sinn, wenn Federer selbst ins Endspiel einziehen kann. Im heutigen Viertelfinale stellt sich dem Eidgenossen der Chilene Fernando Gonzalez in den Weg. Kann der Weltranglisten-Erste den Südamerikaner knacken, würde es im Halbfinale gegen den Sieger aus David Ferrer gegen Melzer-Bezwinger Gael Monfils gehen. Federer, der ja bereits zwölf Grand-Slam-Titel auf seinem Erfolgskonto verbucht hat, und dem nur noch der lang ersehnte Triumph in Roland Garros fehlt, hat in Paris auf alle Fälle wieder Lunte gerochen.
Richtige Mischung. Bei seiner Halbfinal-Niederlage 2005 gegen Nadal hätte er laut eigenen Angaben die Stärke des Spaniers noch etwas unterschätzt.Bei der Final-Niederlage 2006 gegen Nadal wäre er zu aggressiv gewesen. Und bei der Final-Niederlage 2007 gegen Nadal hätte er hingegen wieder zu verhalten agiert. Und warum es dann ausgerechnet 2008 klappen sollte, fragte Wilander den Weltranglisten-Ersten. "Weil ich überzeugt bin, heuer die richtige Mischung zu finden, um Nadal endlich zu bezwingen", lächelte der sympathische Schweizer ins Mikro.
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Rekord
Rafael Nadals 6:1,6:1,6:1-Triumph über Nicolas Almagro bei den Tennis-French-Open ist die einseitigste Viertelfinalpartie in der Open-Ära des Turniers mit einem 128-Starter-Feld und "Best-of-five"-Partien gewesen.
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