Prozesswiederholung Tennismanager Ronnie Leitgeb steht wieder vor Gericht

Ab heute geht die Prozesswiederholung gegen Tennismanager Ronnie Leitgeb im Wiener Straflandesgericht weiter. Leitgeb ist wegen Untreue angeklagt.

PK OeTV: LEITGEB
Ronnie Leitgeb © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Ab heute geht der wiederholte Strafprozess gegen Tennismanager Ronnie Leitgeb im Wiener Straflandesgericht weiter. Leitgeb ist wegen Untreue gegenüber der Immofinanz im Zusammenhang mit einer Trainingsanlage in der Nähe von Monaco angeklagt. Verhandlungen mit Zeugen sind für heute und morgen angesetzt. Leitgeb hat sich für nicht schuldig erklärt und die Vorwürfe bestritten.

In der Causa geht es um die "Villa Esmara", ein Trainingszentrum für Spitzensportler ("Champ Fitness") in einer Immofinanz-Immobilie in der Nähe von Monaco, für das Leitgeb die Idee hatte. Er mietete das Zentrum von der Immofinanz, blieb aber die Miete schuldig. Letztendlich wurde die Villa im Jahr 2006 an einen schwedischen Investor verkauft, Leitgeb lukrierte dafür eine Provision.

20 Monate bedingt

In der ersten Instanz war er von Richterin Marion Hohenecker im Juni 2016 zu 20 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde vom Obersten Gerichtshof aufgehoben und die Causa wieder an die erste Instanz zur Neuverhandlung zurückverwiesen. In ihrer Begründung führen die Höchstrichter nach Angaben von Leitgebs Anwalt Thomas Kralik aus, dass sich "entscheidungswesentliche Feststellungen" nicht mit den übrigen Entscheidungsgründen in Einklang bringen ließen und das Erstgericht wesentliche, Leitgeb entlastende Aussagen nicht berücksichtigt und außer Acht gelassen habe. Nun steht Leitgeb vor Richterin Caroline Csarmann.

Der ursprünglich mitangeklagte Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics war beim Verfahren in der ersten Instanz verhandlungsunfähig. Für den unterdessen wieder verhandlungsfähigen Petrikovics bleibt Richterin Hohenecker zuständig. Dies hat sogar der OGH bestätigt, der diese Zuständigkeitsfrage kurz vor Beginn des Korruptionsprozesses gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Petrikovics und andere zu den Causen Buwog und Terminal Tower im Dezember 2017 klärte.

Zweifel bei Anwälten

Anwälte im Grasser-Verfahren hatten nämlich die Zuständigkeit von Richterin Hohenecker für dieses Verfahren in Zweifel gezogen. Denn sie hatte die Mega-Causa erhalten, weil sie eben schon für Petrikovics als Richterin zuständig war.

Petrikovics steht derzeit im Grasser-Buwog-Verfahren vor Gericht. Einen neuen Termin für ihn in der Causa Leitgeb gibt es derzeit nicht.

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Kommentare (1)

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georgXV
0
11
Lesenswert?

???

wie in unserer Ha.wa.ra.republik üblich, so ist natürlich auch hier "part of the game" im Spiel !!!
Es gilt die USV.

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