"Whistleblowerin" Julia Stepanowa hat das Internationale Olympische Komitee um eine Überprüfung ihres Falles ersucht, um doch noch an den Spielen in Rio (5. bis 21. August) teilnehmen zu dürfen. Ihr war das Startrecht aufgrund ihrer Dopingvergangenheit aberkannt worden. "Die Entscheidung des IOC ist unfair und basiert auf falschen und unwahren Behauptungen", so Stepanowa in einem veröffentlichten Statement.

Die Aussagen der 800-Meter-Läuferin hatten maßgeblichen Anteil an der Aufklärung der Dopingpraktiken in der russischen Leichtathletik, weswegen der Weltverband IAAF Stepanowa eine Starterlaubnis hatte zukommen lassen. Das IOC entschied allerdings, dass keine russischen Athleten in Rio an den Start gehen dürften, die bereits eine Dopingsperre verbüßt haben.

Stepanowa hatte beantragt, als neutrale Athletin an den Spielen teilnehmen zu dürfen, hatte es aber abgelehnt, als Teil des russischen Teams anzutreten. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte ihr eine Starterlaubnis erteilt.

Eine Einladung des IOC, das Stepanowa und ihrem Ehemann Witali anbot die Spiele als Besucher zu verfolgen, lehnte das Paar dankend ab.

Auszug aus dem Olympischen Dorf

Nach den Australiern haben auch die Argentinier schwere Mängel im Olympischen Dorf in Rio de Janeiro beklagt. Drei der fünf für die argentinische Delegation vorgesehenen Etagen seien nicht bewohnbar, erklärte der Chef des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Gerardo Werthein, in Buenos Aires. Australien hatte am Wochenende den Einzug von rund 700 Delegationsmitgliedern ins Dorf gestoppt.

"Die Appartements haben Probleme in den Wasser- und Elektrizitätsleitungen", sagte Werthein. Die argentinische Delegation werde Wohnungen in der Umgebung mieten, in denen die technischen Begleiter untergebracht werden sollen, um den Sportlern die bewohnbaren Plätze im Olympia-Dorf zu überlassen. Die Organisatoren in Rio hätten Reparaturen versprochen. "Wir können aber keine Risiken eingehen", erklärte der argentinische NOK-Chef.