VolleyballDer Favorit, eine Überraschung und die Neuformation

Am Wochenende startet die nationale Volleyball-Liga in die neue Saison. Aus Kärntner Sicht sind drei Teams mit dabei.

Symbolbilder © Fotolia (2)
 

Heute fällt der langersehnte Startschuss in die neue Volleyball-Saison. Drei heimische Mannschaften blicken mit völlig unterschiedlichen Erwartungen dem Auftakt entgegen. Während Vizemeister SK Aich/Dob in der DenizBank Volley League der Herren auf dem Papier als haushoher Favorit gilt, wollen die Wörthersee Löwen für die ein oder andere Überraschung sorgen. Gespannt darf man auch auf die Neuformation bei den Damen, die SG Kelag Klagenfurt, sein. Sie werden als die kleine Wundertüte bezeichnet, haben aber mit dem Ziel, die Top 4 zu erreichen, klare Vorstellungen. Mögen die Spiele beginnen.

SK Posojilnica Aich/Dob: Neues, junges Team hat Titel im Visier
Aich/Dob zählt jede Saison aufs Neue zum engsten Favoritenkreis. Da heuer die Tiroler die deutsche Liga aufmischen, wäre für die Kärntner der zweite Titel nach 2013 mehr als nur zum Greifen nahe, auch wenn Sportdirektor Martin Micheu eindrücklich warnt: „Waldviertel ist stark. Die stapeln tief, aber vor ihnen muss man sich in Acht nehmen.“ Apropos acht. Genau so viele Spieler sind neu mit dabei: Wiktor Siewierski, Jan Krol, Pawel Stysial, David Michel, Kasper Vuorinen, Lukasz Wiese und Mark Kremer. Einen zusätzlichen Transfer konnte Micheu gestern noch verkünden: Edin Ibrahimovic. Er ist 19 Jahre alt, spielt im österreichischen Nationalteam und wird als Top-Talent betitelt. Im Einsatz sind die Bleiburger kommenden Mittwoch – Derby gegen die Löwen. Ein Blick aufs internationale Geschehen: Neben der nationalen Liga will man auch in der Mevza, Champions League und im Europacup für Furore sorgen.

Der Titel wäre natürlich ein Traum. Wir werden zwar auch als Favorit gehandelt, aber Waldviertel ist heuer ein extrem starker Konkurrent.

Martin Micheu, Sportdirektor

2013 holten sich die Bleiburger zum ersten Mal den österreichischen Meistertitel. Das Team hat sich heuer stark verjüngt und will mit einer Mischung aus Routiniers und Jungen auch auf der internationalen Bühne durchstarten.

VBK Kelag Wörthersee Löwen: Überraschungen sollen möglich sein
Der zweite Kärntner Klub in der Bundesliga will mit einem Mix aus Erfahrung und frischem Blut für die eine oder andere Überraschung sorgen. Löwendompteur bleibt wie im Vorjahr Pepo Huber. Neben Kapitän Simon Frühbauer sind auch Simon Baldauf, Philipp Zabernig, Philipp Kittner, die beiden Jungnationalteam-Spieler Arwin Kopschar und David Petschnig und Vorjahreszugang Jakob Reiter (derzeit out mit Rückenverletzung) an Board. Einziger Nicht-Österreicher im Kader der Klagenfurter ist der Deutsche Malte Neubert. Neu dabei ist Markus Schloffer. Mit dem Diagonalspieler kommt zusätzliche Bundesliga-Erfahrung in die junge Mannschaft. Schloffer spielte viele Jahre in Weiz. Ebenfalls neu mit dabei sind Felix Friedl und Maximilian Trummer. Die beiden jungen Beachvolleyballer sind universell einsetzbar. Die Löwen starten am Sonntag mit einem Auswärtsspiel in Weiz in die Saison.

Mit dieser jungen, wilden Truppe können wir im Cup schon ziemlich weit kommen. In der Meisterschaft wäre der Einzug ins Play-off ein Traum.

Karin Frühbauer, Team-Managerin

15 Jahre war Adonis Alagic bei seinem Debüt. Er ist einer der vielen VBK-Jungen wie Ben Stockhammer, Gregor Schnögl, Paul Eichwald, Noel Krassnig, Sebastian Sablatnig, Mathias Wultsch, Felix Pontasch, Christopher Temel.

SG Kelag Klagenfurt: Katzen und Löwen krallen gemeinsam
Nach zahlreichen Spielerabgängen standen die ATSC Wildcats nach 36 Jahren Bundesliga vor dem Aus. Plan „A“, den freiwilligen Rückzug in die zweite Liga, konnten die Klagenfurter abwenden – weil Ex-Trainer Helmut Voggenberger zurückkehrte, nach einem Gespräch mit Manager Josef Laibacher sagte: „Ja, ich mach’s.“ Unter der Voraussetzung: „Wir müssen nicht als Verein, sondern größer denken.“ Die Wildkatzen bilden heuer eine Spielgemeinschaft mit den Wörthersee Löwen. Zwei Spielerinnen, Isa Urschitz und Julia Cvetko, sind fixer Bestandteil, weitere könnten folgen. Dazu gesellen sich unter anderen die kanadische Teamspielerin (und Freundin von VSV-Crack Jordan Hickmott) Jessica Niles sowie die Serbinnen Ana und Nina Bajic (beide studieren an der Uni Klagenfurt). „Mit dieser Mannschaft wollen wir unter die Top 4.“ Los geht es heute, 19 Uhr, im BG Lerchenfeld gegen Graz, mit Ex-Wildcat Lucia Aichholzer.

Die Spielgemeinschaft ist der Anfang. Vielleicht kann in Kärnten – auch mit den Zweitligisten Villach und Brückl – etwas Großes entstehen.

Josef Laibacher, ATSC-Manager

28 Jahre jung ist Sophie Wallner – und damit der Routinier bei der SG Kelag Klagenfurt. Die Teamspielerin kehrte nach einigen Auslandsstationen heim, weil sie hier ihr Ziel – die EM-Quali 2019 – erreichen kann.

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