NBAHistorische Pleite für LeBron James

Die Cleveland Cavaliers haben ihr Play-off-Auftaktspiel in der National Basketball Association (NBA) verloren. Für ihren Superstar war es ein historisches Debakel.

LeBron James, Bojan Bogdanovic
© AP
 

Die Cleveland Cavaliers haben ihr Play-off-Auftaktspiel in der National Basketball Association (NBA) verloren. Für den in der Defensive extrem schwachen Vizemeister setzte es am Sonntag ein 80:98-Heimdebakel gegen die Indiana Pacers. Damit riss die historische Erfolgsserie von Superstar LeBron James, der erstmals seit 6. Mai 2012 - danach folgten 21 Siege - eine Erstrunden-Partie verlor.

Die "Cavs" starteten katastrophal in das Match und lagen nach dem Startviertel bereits 14:33 zurück. Vor allem James, der bisher noch nie mit seinen Teams in der Auftaktrunde (12:0-Bilanz) gescheitert ist, enttäuschte in der Anfangsphase schwer und verzeichnete keinen einzigen Korbwurf in den ersten zehn Minuten.

Von diesem Schock erholten sich die Gastgeber nicht mehr, auch wenn "King James" am Ende noch mit 24 Punkten, zwölf Assists und zehn Rebounds das 20. Play-off-Triple-Double seiner Karriere verbuchte. Pacers-Matchwinner war All-Star Victor Oladipo, der sechs von neun Dreierversuchen verwertete, mit 32 Zählern. Für das Team aus Indianapolis war es der bereits vierte Sieg im fünften Saisonduell mit Cleveland.

Der stark ersatzgeschwächte Rekordmeister Boston Celtics gab sich dagegen keine Blöße und rang die Milwaukee Bucks mit 113:107 nach Verlängerung nieder. Khris Middleton warf die Gäste mit einem sensationellen Buzzer-Beater-Dreier in die Overtime. Angeführt von Routinier Al Horford (24 Punkte) hatten dann aber die "Kelten" den längeren Atem gegen die Bucks, bei denen der griechische Superstar Giannis Antetokounmpo mit 35 Punkten, 13 Rebounds, sieben Assists und drei Steals überragte.

In der Western Conference feierte Grunddurchgangs-Sieger Houston Rockets dank 44 Punkten von Topscorer James Harden einen mühevollen 104:101-Erfolg über die Minnesota Timberwolves. Und Oklahoma City Thunder kam mit dem 116:108 gegen Utah Jazz ebenfalls zum erwarteten Favoriten-Heimsieg, bei dem All-Star Paul George acht von elf Dreier-Versuchen versenkte und mit 36 Punkten bester Mann auf dem Parkett war.

Die Toronto Raptors mit dem Wiener Jakob Pöltl sind erst wieder am Dienstag (Ortszeit/Mittwoch 1.00 Uhr MESZ) im Heimspiel gegen die Washington Wizards im Einsatz. Dieses will das topgesetzte Team im Osten zum 2:0 in der "best of seven"-Serie nutzen und damit seinem Trainer Dwane Casey das perfekte Geschenk an dessen 61. Geburtstag machen.

 

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