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Zuletzt aktualisiert: 12.03.2011 um 17:06 UhrKommentare

Schattschneider gewann "historische" Weltcup-Kugel

Der österreichische Snowboarder Clemens Schattschneider ist erster Weltcupsieger der kombinierten Wertung aus Big Air und Slopestyle.

Clemens Schattschneider

Foto © APClemens Schattschneider

Der 19-jährige Niederösterreicher sicherte sich diese "historische" Kristallkugel am Samstag mit einem dritten Platz beim Slopestyle-Bewerb in Bardonecchia. Unmittelbar hinter Schattschneider wurde der 18-jährige Kärntner Adrian Krainer Vierter. Der Tiroler Stefan Falkeis, der als einziger Rider seinem Teamkollegen Schattschneider den Sieg in der erstmals vergebenen Disziplinenwertung noch streitig machen hätte können, verpasste das Finale der Top 12 und wurde 18. Schattschneider holte sich die kleine Kugel mit 2.960 Punkten vor dem Kanadier Sebastien Toutant und dem Niederländer Rocco van Straten, die wegen der gleichzeitigen US Open auf ein Antreten in Italien verzichtet hatten. Falkeis, Krainer und Michael Macho sorgten mit den Plätzen vier, fünf und sechs in der Big Air/Slopestyle-Wertung für ein starkes Teamergebnis der ÖSV-Freestyler.

Schattschneider zeigte nur einmal kurz Nerven, als er im ersten Qualifikationslauf zu Sturz kam. Im zweiten machte es der Youngster aus Baden bei Wien besser und zog souverän in die Entscheidung ein. "Nach dem ersten Run im Finale bin ich auf dem zweiten Platz gelegen. Da das Wetter danach immer schlechter wurde, war klar, dass sich im zweiten Lauf nicht mehr viel ändern wird. Mit dem Wissen, die Weltcupkugel gewonnen zu haben, bin ich den zweiten Run gefahren. Das war extrem cool", freute sich der Niederösterreicher. Schattschneider geht mit dem Gewinn des erstmals vergebenen Big Air/Slopestyle-Weltcups in die Snowboard-Geschichtsbücher ein. "Es ist wie ein Traum, dass ich gleich in meiner ersten vollen Weltcup-Saison eine Kristallkugel gewinne. Das hätte ich nie erwartet", freute sich der aus Baden bei Wien stammende Schattschneider, dessen Eltern ein Ferienhaus auf dem Stuhleck bei Spital am Semmering besitzen. "Dort habe ich auch mit dem Snowboard-Fahren begonnen und bin auch jetzt noch oft dort", erzählt Schattschneider, der auch die Führung im Freestyle-Gesamtweltcup vor dem Australier Nathan Johnstone und dem Japaner Ryo Aono übernommen hat.

In dieser mit einer großen Weltcup-Kugel belohnten Wertung kann Schattschneider aber bestenfalls Dritter werden, weil Johnstone und Aono in zwei Wochen beim Halfpipe-Bewerb in Arosa noch voll punkten können, während sich der Österreicher voll auf die Junioren-WM Anfang April in Valmalenco konzentriert. Dafür hat der ÖSV-Rookie Olympia 2014 in Sotschi im Visier. "Die Chancen stehen gut, dass Slopestyle in das Olympia-Programm aufgenommen wird. Das wäre eine super Sache."


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