Marcel Mathis: Der Papa wird's scho' richten . . .
Nach dem "geschenktem" Team-Gold fährt Marcel Mathis am Freitag im Riesentorlauf um "echtes" Edelmetall.

Foto © APGroßer Jubel über Gold im Team, ohne Einsatz. Aber heute wird's für Marcel Mathis wirklich ernst
Skifahren ist für mich wie Urlaub." Marcel Mathis empfindet weder Stress noch Druck, wenn er um Platzierungen kämpft. Mit viel Unbekümmertheit fuhr der 21-jährige Vorarlberger seine ersten Erfolge im Weltcup ein: jeweils dritte Plätze in der vergangenen Saison in Bansko und beim Weltcupfinale in Schladming - dort, wo er den WM-Riesentorlauf bestreitet. "Ich kann es locker angehen, habe nichts zu verlieren!" Gold hat er ja schon in der Tasche - der Hohenemser durfte sich in der Teamkonkurrenz ohne Einsatz über den WM-Titel freuen.
Laufen und Skifahren hatte er gleichzeitig gelernt. Im zarten Alter von zwei Jahren stand Mathis erstmals auf den Ski. Und Klein-Marcel war ein Leben lang von Skigrößen umgeben. Vater Guntram betreut seit 30 Jahren Kapazunder wie Tom Stiansen, Jan-Einar Thorsen, Hans-Petter Buraas oder zuletzt Bode Miller.
Im Norden geprägt
Der Filius durfte mit dem Papa öfters ins norwegische Skizentrum, nach Trysil, reisen. "Die Zeit dort hat mich geprägt", erzählt Marcel. "Da traf ich Kjetil-Andre Aamodt und Lasse Kjus. Ich habe damals zwar noch nicht kapiert, welche Stars sie sind. Aber sie haben mich doch animiert, selbst Ski zu fahren."
Am Freitag startet er im WM-Riesentorlauf. Cheftrainer Mathias Berthold: "Auch Saisonergebnisse und Trainingsleistungen haben für Marcel gesprochen." Speziell im Training soll Mathis der erste Konkurrent von Hirscher gewesen sein, der sich in Sache Skiwahl ganz auf den Herrn Papa verlässt, der jetzt ihn betreut: "Ich fahre, was mir mein Vater hinstellt. Da kann ich mich voll verlassen." Der Beweis: Bei Olympia 2010 verhalf "Dschunti", wie Papa Guntram gerufen wird, Bode Miller mit Gold, Silber und Bronze zu einem kompletten Medaillensatz.















