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    Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 13:51 UhrKommentare

    Exoten kämpften bei Quali mit eisiger Piste

    Auf die eisige Piste "geworfen" haben sich am Donnerstag die Ski-Exoten beim Qualifikationsrennen für den WM-Riesentorlauf in Schladming. Für viele hat es nicht gereicht, manche waren glücklich, die Reiteralm einfach nur hinunter gekommen zu sein.

    Ski-Prinz Hubertus von Hohenlohe

    Foto © APASki-Prinz Hubertus von Hohenlohe

    Vielfacher WM-Teilnehmer und Ski-Prinz Hubertus von Hohenlohe etwa startete wieder für Mexiko und meinte nach Lauf eins: "Ich bin froh, wenn ich da nicht mehr runter muss." Aus Chile, Neuseeland, Südafrika, Iran, Indien und vielen anderen, teilweise komplett schneefreien Nationen waren die 132 Starter der Qualifikation angereist. Noch vor wenigen Jahren fuhren manche der außergewöhnlichen Teilnehmer noch im Pflug die Strecken hinunter, aber 2013 zeigten sich die meisten recht professionell vorbereitet. Selbst das Team aus Haiti hat sich in rote Rennanzüge gezwängt. Jean-Pierre Roy, selbst bereits Großvater, meinte zu seiner Motivation: "Ich bin 49 Jahre alt und will den Jungen zeigen, dass wir sie brauchen, um meinen Platz einzunehmen."

    Michael Williams aus Jamaika ließ sich die Teilnahme trotz eines Kreuzbandrisses nicht nehmen: "Ich bin seit September hier und trainiere jeden Tag." Er hatte den wohl größten Fan-Club aller Exoten dabei. Die jamaikanische Flagge war jedenfalls am häufigsten auf der Reiteralm gesehen. Constantinos Papamichael aus Zypern dagegen musste ohne Fan-Chöre die Piste hinunter. Ihm dürfte das egal gewesen sein und meinte nur: "Wir haben keine Berge und keinen Schnee in Zypern." Auf die WM vorbereitet habe er sich mit herumreisen.

    Die vielleicht weiteste Anreise hatte der Neuseeländer Nick Prebble: "Ich habe 24 Stunden im Flugzeug verbracht." Schneller in Österreich war dagegen Sebastiano Gastaldi aus Argentinien, der schon die ganze Wintersaison über in Italien trainiert har. Jhonatan Longhi übt zuhause in Alta Badia, geboren wurde er aber in Brasilien, weshalb er auch für Brasilien starte. Obwohl er seinen ersten Lauf als "furchtbar" empfand, mag er Schladming total gerne: "Weil es das Ski-Paradies ist."

    Als ein Starter für Aserbaidschan sein Brille absetzt und mit österreichischem Dialekt seine Unzufriedenheit über den Lauf äußert, wundern sich einige Zuschauer. Patrick Brachner klärte aber gleich auf: "Ich bin eigentlich Niederösterreicher. Aber ich habe eine Doppelstaatsbürgerschaft und kann daher für Aserbaidschan starten. "In Österreich weiß man ja, wie hart es ist und wenn man die Möglichkeit hat, für ein anderes Land zu starten, dann soll man das nutzen", ist Brachner überzeugt. "Wenn ich für Österreich fahren würde, wäre ich heute nicht dabei." Trainiert hat er im Sommer mit Liechtenstein und im Winter muss er ohne Trainer auskommen.

    Arif Mohd Khan aus Indien zählte am Donnerstag ebenfalls zu den ungewöhnlichen Teilnehmern der Qualifikation. Er sei zum ersten Mal bei einer WM und trainiere im Himalaja: "Dort gibt es fast nur Tiefschnee zum Fahren, aber wir haben ein paar Pisten präpariert. Die eisige Piste hier ist trotzdem komplett anders. Im Tiefschnee fährt man wie in Wasser und hier ist Eis."

    Quelle: APA

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