König Ingemar

Foto © GEPAIngemar Stenmark
Was war das für ein Finale der Ski-WM 1982. Superwetter, Publikums-Rekorde, der Abfahrts-Triumpf der österreichischen Herren. Kein Köpferollen, die Trainer blieben, die Königs-Disziplin hat alles kaschiert. Den perfekten Schlusspunkt setzte aber Ingemar Stenmark. Zum Zeitpunkt der WM 1982 war der Schwede mit 70 Weltcupsiegen bereits Rekordhalter, Doppel-Olympiasieger und Doppel-Weltmeister. Doch das gegen Steve Mahre verlorene Gold im Riesentorlauf hat weh getan. Sehr sogar.
Aber es wäre nicht König Ingemar, wenn er nicht auf eindrucksvolle Art zurückgekommen wäre. Er krönte sich am Schlusstag der WM zum dritten Mal in Serie zum Slalom-König und konnte das gewonnene Gold gut brauchen. Denn ein Jahr nach der WM war keine goldene Medaille mehr gefragt, sondern goldene Ringe für die Hochzeit mit Ann Uvhagen.
Und so brachte diese WM nicht nur ein doppeltes Happy End für Stenmark, sondern auch für die Organisatoren. Fritz Trafler und sein Team leisteten großartige Arbeit. Von der FIS gab es gebührenden Dank und Anerkennung. Mit weit über 100.000 Zusehern konnte erfolgreich bilanziert werden. Um OK-Chef Trafler gab es jedoch wilde Spekulationen. Der steirische Fremdenverkehr, die Grazer Messe, die Job-Angebote häuften sich. Doch Trafler blieb zunächst dem Sport treu und wechselte vom Skisport zum Radsport. Und die Schweiz feierte den Sieg im Medaillenspiegel: 3 Gold, 3 Silber. Rang sechs für Österreich mit ein Mal Gold und zwei Mal Bronze. Auf Wiedersehen in Schladming 2013 . . .













