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    Zuletzt aktualisiert: 09.02.2013 um 20:05 UhrKommentare

    Glaube im Spitzensport

    Welche Bedeutung hat der Glaube an Gott für Spitzensportler? Eine neue "Wintersportbibel" gibt anhand persönlicher Lebensgeschichten Antworten. Und Inspiration.

    Foto © APA

    Der Glaube kann Berge versetzen. Aber kann er auch helfen, Medaillen zu gewinnen? "Auf jeden Fall, das Vertrauen in Gott gibt mir Kraft", sagt Marlies Schild. Immer wieder besucht die Slalomspezialistin vor Rennen eine Kapelle, um "aus dem ganzen Leistungsdenken rauszukommen" (Schild). Weg von Torstangen und Carvingschwung, hin zu grundlegenden Fragen geht es in diesen stillen Momenten der Einkehr. Schild: "Warum man überhaupt da ist und was im Leben wirklich wichtig ist."

    Die Vielleicht-doch-WM-Teilnehmerin ist längst nicht die einzige Wintersportlerin, die die Religion als Energie-Tankstelle nützt. Die Glaubensbekenntnisse einiger heimischer Alpinstars, aber auch von Athleten aus anderen Nationen und Sportarten (Eishockey, Eisschnelllauf, Bobfahren, etc.) finden sich in einer vor der Weltmeisterschaft kreierten "Wintersportbibel".

    Dabei handelt es sich um eine Spezialausgabe des Neuen Testaments, das durch die Sammlung von Sportler-Anekdoten geschmückt wird. Jene Textstellen, die sich auf die Lebensberichte der Sportler beziehen, sind extra markiert. Beim Beitrag von Benjamin Raich ist es beispielsweise die Bergpredigt. "Ich habe in einem Hotelzimmer einmal eine Bibel entdeckt, in der zu bestimmten Themen auf entsprechende Testament-Stellen verwiesen wurde", erinnert sich Raich. Diese Seiten hat er sich kopiert und führt sie immer noch mit sich.

    "Gott liebt dich trotzdem"

    Auch Überflieger Gregor Schlierenzauer vertraut auf einen Vers (Jesaja), der ihm von "Winterbibel"-Initiator Jörg Walcher im Vorfeld einer Weltmeisterschaft übermittelt wurde: ". . . doch die, die auf den Herren warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler."

    Neben Sinnsprüchen und ihren prominenten "Patenkindern" sind auch Geschichten über den Erstkontakt von Sportlern und Gott angeführt. So jener von Snowboard-Superstar Kelly Clark. Die US-Amerikanerin wurde durch ein Zielstadion-Erlebnis auf die Bibel neugierig gemacht. "Hey, alles nicht so schlimm, Gott liebt dich trotzdem", hörte sie eine Konkurrentin eine zu Sturz gekommene Fahrerin trösten. Dieser Satz ging ihr nicht mehr aus dem Sinn. Der Keim war gesät.

    "Ich will jetzt auf der Stelle in der Bibel lesen", dachte sich Kelly am Weg zurück ins Hotel. Sie fand zwar eine, sich aber darin nicht zurecht. Also klopfte sie an der Zimmertüre der Fahrerin und fragte, ob sie ihr "etwas von diesem Gott erzählen könnte".

    Aufstehen, weitermachen

    Ein Gott, der auch für den Südtiroler Abfahrtsstar Christof Innerhofer von enormer Bedeutung ist: "Durch ihn fühle ich mich beim Skifahren sicherer, deshalb bete ich und mache vor jedem Rennen ein Kreuzzeichen." Jesus helfe ihm, "den richtigen Weg zu gehen." Bei der WM-Abfahrt schien es aber auch der himmlischen Instanz zu eisig gewesen zu sein. Innerhofer kam auf der spiegelblanken Piste mehrmals von der Ideallinie ab und belegte am Ende nur Platz 14.

    Als Trostspender könnte er auf jenen Bibelspruch zurückgreifen, der dem ehemaligen Skisprung-Weltmeister und Olympiasieger Andreas Widhölzl nach anfänglicher Gottes-Ferne zum ständigen Begleiter geworden ist: "Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter", heißt es in besagtem Korintherbrief, der in der "Wintersportbibel" ebenfalls zitiert wird.

    Die Bibel mit den Geschichten von glaubensnahen Lebenserfahrungen, -erlebnissen und -entdeckungen der Sportler liegt während der Weltmeisterschaft im "Tauernhof" gleich neben dem Zielstadion auf. Das Interesse ist groß. Es musste bereits eine zweite Auflage gedruckt werden.

    KLAUS HÖFLER

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