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    Zuletzt aktualisiert: 03.02.2013 um 19:07 UhrKommentare

    Wenn es Frau Holle "polstern" lässt

    Pünktlich zur WM-Eröffnung am Montag hat sich Schladming ein weißes Winterkleid angezogen. Auf den WM-Pisten herrscht deshalb aber Hochbetrieb.

    Die Pistenarbeiter im Dauereinsatz

    Foto © GEPADie Pistenarbeiter im Dauereinsatz

    Frau Holle hat es gut gemeint mit den Schladmingern. Zumindest mit einem Teil von ihnen. Die gute Dame hat nämlich ihr Bettzeug so heftig ausgebeutelt, dass sich die WM-Stadt, pünktlich zur Eröffnung am Montag in einem prachtvollen weißen Kleid präsentiert. 30 Zentimeter waren aus dem Berg, zehn Zentimeter unten in der Stadt. Perfekte TV-Bilder sind also garantiert. "Für diese Bilder nehmen wir auch die Mehrarbeit in Kauf", sagt Manfred Steiner, der Rennleiter der Damenbewerbe. Und damit wären wir bei jenem Teil der Schladminger, mit denen es die eingangs erwähnte Frau nicht so gut gemeint hat: Eine Hundertschaft an Helfern ist nämlich damit beschäftigt, die weiße Pracht wieder aus den Pisten zu räumen.

    Kein leichtes Unterfangen, wie ein Lokalaugenschein beweist. Frostig ist es oben am Start, der Wind wirbelt die Schneeflocken durch die Luft. Es sind nicht wirklich Bedingungen, die sich der "normale" Skifahrer wünscht. Aber die Damen und Herren in den grünen Jacken, mit den roten "Startnummern", die Wind und Wetter trotzen, sind keine normalen Skifahren.

    Unermüdlich, wie grün-rote Raupen schlängeln sich die Gruppen ins Tal. Wieder und immer wieder. "Beim Saisonfinale im vergangenen März haben wir den Schnee noch in die Piste geschaufelt. Dagegen war das allerdings echte Erholung", stöhnt einer der freiwilligen Helfer. Aber zur Erholung ist er auch nicht da, wie der End-Dreißiger schmunzelnd zugibt. "Nein, wir wollen ja eine perfekte WM."

    Und dafür werden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Die FIS-Renndirektoren Jan Tischhauser und Atle Skaardal sind quasi permanent auf der Piste. Fast scheint es, als wären ihnen die zwei Bretter an den Füßen angewachsen. Mit Argusaugen beobachten und koordinieren sie das rege Treiben im Schneegestöber. Ein Funkspruch jagt den anderen. Frau Holle scheint das mächtig Spaß zu machen. Denn unerbittlich lässt sie es schneien.

    Verstärkung kommt

    Rund 140 Rutscher und Pistenarbeiter stehen auf der Damen-Strecke im Dauereinsatz und 190 sind es auf jener der Herren. Und am Montag kommt Verstärkung. 70 Mann des Bundesheers haben sich angesagt. 85 sind bereits da und befreien die Tribünen vom Schnee.

    Einige hundert Höhenmeter weiter oben, kurz unter dem Start der Herrenabfahrt, greift Bernhard Schupfer, der Pistenchef der Planai, zufrieden in den Schnee. Nur noch eine Fünf-Zentimeter-Neuschneeschicht liegt auf der eisig präparierten Piste, die rund 60 bis 70 Zentimeter dick ist. "Die bleibt aber liegen, weil noch mehr Neuschnee angesagt ist", sagt Schupfer, "und weil wir hier mit Pistengeräten arbeiten können und diese Schneeschicht schützt die darunetrligenede Piste. Jene Piste, auf der Klaus Kröll oder einer seiner rot-weiß-roten Abfahrtskollegen zu WM-Gold rasen sollen. Aber daran denken die Herren Steiner, Schupfer, Skaardal und Tischhauser mit ihren fleißigen Helfern nicht - noch nicht.

    Denn noch sind es die Wetterprognosen, die für Sorgenfalten sorgen. Von Montag auf Dienstag soll es noch einmal kräftig schneien. "Im Ziel erwarten wir bis Mitternacht etwa 15 bis 20 Zentimeter Schnee, auf dem Berg werden es wohl neuerlich 30 bis 40 Zentimeter sein", prophezeit WM-Meteorologe Hannes Rieder von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Und deshalb wird Montagnacht auf der Super-G-Strecke wohl keine Ruhe einkehren. "Wir stellen uns auf eine Nachtschicht ein", verrät Manfred Steiner.

    Pünktlich zum Damen-Super-G am Dienstag um 11 Uhr sollte es aber vorbei sein mit der weißen Pracht. "Da erwarten wir Temperaturen um den Gefrierpunkt und zwischenzeitlich sogar Sonnenschein."

    Worte, die man auf der Piste wohl sehr gerne hört. Denn mittlerweile ist es bereits später Nachmittag. Und noch immer schlängeln sich die grün-roten "Raupen" unermüdlich zu Tal, noch immer jagt ein Funkspruch den anderen und noch immer lässt es eine gewisse Dame namens Holle kräftig "polstern".


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