Zwist mit ÖSV gefährdet Nachtslalom Schladming
Die WM-Vorbereitungen entzweien Schladming und Skiverband. Präsident Peter Schröcksnadel bestätigt, dass der Nachtslalom "wackelt". Den Unmut des Skiverbandes hat sich Schladming durch einen Brief "mit überzogenen Forderungen" in Hinblick auf die WM zugezogen.

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Zwischen dem ÖSV und der Gemeinde Schladming hängt der Haussegen gewaltig schief, unterschiedliche Erwartungen zur Ausrichtung der WM haben tiefe Gräben aufgerissen. Dem Zerwürfnis könnte sogar der Nachtslalom zum Opfer fallen, wie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Dienstag bestätigte. "Die Austragung wackelt, die Gefahr ist sehr groß, dass Schladming das Rennen verliert."
Den Unmut des Skiverbandes hat sich Schladming durch einen Brief "mit überzogenen Forderungen" in Hinblick auf die WM zugezogen. Details wollte Schröcksnadel nicht nennen, "aber da hat es völlig absurde Dinge gegeben". Die Landeshauptleute mussten zur Schadensbegrenzung ausrücken, es wurde versucht zu kalmieren. "Aber es ist bei Weitem nicht alles ausgeräumt", sagte Schröcksnadel am Dienstag und widerspricht damit der Darstellung des Schladminger Bürgermeisters Jürgen Winter, der von "kleinen Unstimmigkeiten" gesprochen hat.
Aufgeflammt ist der aktuelle Konflikt durch eine Aussendung des Rohrmooser Bürgermeisters Hermann Trinker, der den drohenden Verlust des Nightrace ventilierte und Schladming aufforderte, den Konsens mit dem ÖSV herzustellen, um Schaden von der Region abzuwenden. "Bei der Jahreshauptversammlung des Wintersportvereins Schladming hat Helmut Lexer, Präsident des steirischen Skiverbandes, berichtet, dass derzeit im Ländergremium des ÖSV sehr wahrscheinlich keine Mehrheit für den Nachtslalom in Schladming zu finden sei", erklärte Trinker.
Uneinigkeit
Winter wies diese Möglichkeit weit von sich, das Nachtrennen sei gesichert. Im FIS-Kalender für 2014 sei Schladming bereits fixiert. "Was Trinker sagt, stimmt, was Winter sagt, stimmt nicht", konterte Schröcksnadel trocken. "Ich kann das nicht so stehen lassen. Hermann Trinker wirft keine Nebelgranaten, es herrscht mit Schladming nicht eitel Wonne. Der ÖSV hat veritable Vorbehalte gegen die Schladminger Politik." Winter sieht hingegen "ein gutes Einvernehmen mit dem ÖSV", Auffassungsunterschiede seien bereinigt worden. Davon könne keine Rede sein, so Schröcksnadel.














