WM-Bauten: Freud & Leid
Mit dem Bau der dritten Fahrspur in Oberhaus bei Schladming wird am Mittwoch begonnen. In Liezen gibt's Kritik an der Verkehrslösung.
Die klirrende Kälte kann den Baubeginn der dritten Fahrspur in Schladming-Oberhaus nicht verhindern, morgen erfolgt der Start zur Errichtung der lange ersehnten Überholmöglichkeit auf diesem Abschnitt der Ennstalbundesstraße.
"Bis Ende September sind umfangreiche Maßnahmen vorgesehen, insgesamt werden in diesem Bereich 4,5 Millionen Euro investiert", erklärt Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann, der hofft, "dass sich das extreme Wetter nicht noch weiter verschlechtert, denn sonst müssten die Arbeiten natürlich unterbrochen werden." Auf einer Länge von etwas mehr als einem Kilometer wird die Fahrbahn von derzeit achteinhalb Metern auf 12,5 Meter verbreitert. Außerdem wird die so genannte "Pflegerkreuzung" umgebaut, künftig ist dort die Ab- und Zufahrt von und zur B 320 möglich, derzeit ist nur das Einbiegen in die Bundesstraße möglich.
Kritik am Stillstand
Während die künftige Überholmöglichkeit bei Schladming beklatscht wird, hagelt es von der Wirtschaft Kritik am Stillstand in Liezen. Die Errichtung einer neuen Ampel im Verlauf der Stadtdurchfahrt wird nicht als nachhaltige Verkehrslösung betrachtet. "Das ist die denkbar untauglichste Variante, daher sprechen wir uns dagegen aus", sagt Kammerobmann Franz Perhab im Namen des Regionalstellenausschusses der Wirtschaftskammer. Die Investition werde sich als Trugschluss herausstellen, der Verkehr von der Autobahnabfahrt und dem anschließenden Kreisverkehr werde nicht flüssig durchgeleitet werden können.
Anzustreben sei eine Neutrassierung südlich der Ennstalbundesstraße, egal, ob zwei- oder vierspurig. Für die Stadt würden sich durch eine neue Umfahrung Entwicklungschancen ergeben, die bisherige Durchfahrt könnte zur Erlebnisstraße umfunktioniert werden, meinen die Wirtschaftsvertreter.














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