Bilanz von Schröcksnadel: "Ende gut, alles gut"
Peter Schröcksnadel zeigte sich von den Reaktion der Öffentlichkeit nach den schlechten Leistungen bei den Herren überrascht.

Foto © APAPeter Schröcksnadel hat wieder leicht lachen
Peter Schröcksnadel hat am Samstagabend in Aare seine
WM-Bilanz gezogen und damit sein selbst auferlegtes Schweigen während
der Titelkämpfe gebrochen. Voran stellte der ÖSV-Präsident, dass er
"keine Angst" hatte, sich den Medien zu stellen. "Es ist nicht mein
Tagesgeschäft, Einzelrennen zu kommentieren. Das ist wie im Fußball,
das Spiel ist auch erst nach 90 Minuten um. Es kann in letzter Minute
immer noch ein Tor fallen, so lange ist es nicht verloren."
Das Ziel erreicht.
Es hätte, weiß Schröcksnadel, aber auch schlecht ausgehen können.
Dank "Torschütze" Mario Matt, der am Samstag in Aare
Slalom-Weltmeister wurde, haben nun aber auch die ÖSV-Herren eine
Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Aare gewonnen. "Ich habe immer
gesagt, das Ziel sind sechs bis acht Medaillen. Für uns war es klar,
dass es in Schweden sehr schwierig wird", schickte Schröcksnadel in
seiner sehr emotionalen Bilanz-PK voraus und nannte drei Gründe für
die Vermutung.
Erstens, zweites, drittens.
Erstens sei es für die österreichischen Alpinskiläufer im Norden
noch nie sehr leicht gewesen. Zweitens habe der Skandal bei den
Olympischen Spielen 2006 in Turin den positiven Effekt gehabt, dass
die Rennläufer in Italien ihre Ruhe für die Vorbereitung hatten ("Das
hat uns sicherlich geholfen, das hat unser Team zuammengeschweißt").
Drittens die 30-er-Regel in den Speed-Disziplinen, die aber nicht nur
mehr alleine die Österreicher treffe, sondern auch einen Cuche, einen
Büchel, einen Miller. "Da stehen wir nicht mehr alleine da, wir
überlegen uns in Zukunft, wie wir damit umgehen."
Zum Riesentorlauf
meinte er: "Es ist Fakt, dass es nicht so
gelaufen ist. Da haben wir mit Benjamin Raich nur einen, der schnell
ist." Es sei bei der WM nicht alles super gelaufen und werde
Änderungen geben. Ob die personeller Natur sein werden, wollte der
Präsident nicht sagen. Einen Trainer rausschmeißen helfe aber nicht.
"Wir werden Änderungen intern diskutieren."





