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Zuletzt aktualisiert: 17.02.2007 um 18:15 Uhr

Matt 6 Jahre nach St. Anton: "Habe immer an mich geglaubt"

Slalom-Demonstration des Tirolers, dabei war der zweite Lauf nicht einmal "Vollgas".

"Super Mario" holte die ÖSV-Herren zumindest vorläufig aus der Krise

Foto © APA"Super Mario" holte die ÖSV-Herren zumindest vorläufig aus der Krise

Sechs Jahre nach St. Anton stand Mario Matt am Samstag wieder ganz oben auf dem WM-Podest. Mit einer rot-weiß-roten Fahne in der Hand und einem Lachen übers ganze Gesicht, dem Tiroler waren nach der zweiten Slalom-WM-Goldenen seiner Karriere Freude und Genugtuung deutlich anzusehen.

"Überglücklich". "Ich bin überglücklich, dass ich es noch einmal geschafft habe. In diesen sechs Jahren hat es sehr schwierige Zeiten für mich gegeben. Aber ich habe immer an mich geglaubt. Ich habe immer gewusst: Wenn das Material passt, bin ich einer der schnellsten Slalom-Läufer der Welt", betonte Matt.

Fakten

Fischer-Renndirektor Siegfried Voglreiter meinte zur Galavorstellung seines Schützlings: "Der Hang ist maßgeschneidert für ihn. Und die Form passt eben auch." Auf Fischer unterwegs ist übrigens auch Silber-Gewinner Manfred Mölgg.

Slalom-Demonstration. Es war eine wahre Slalom-Demonstration, die der 27-Jährige in den schwedischen WM-Schnee zauberte: phänomenale Laufbestzeit im ersten Durchgang (1,14 Sekunden Vorsprung), überlegene Laufbestzeit trotz Startnummer 30 auch im zweiten Durchgang (0,48). "Dass ich auch im zweiten Lauf der Schnellste war, hat mich schon überrascht. Das ist sensationell. Der Vorsprung ist ein Wahnsinn, ich kann ihn mir gar nicht richtig erklären", gestand selbst Matt, dass er trotz seiner Hochform mit einer derartigen Überlegenheit nicht gerechnet hatte.

Schlag ins Gesicht. Dabei war der zweite Durchgang von Matt nicht einmal "Vollgas" - für die am Samstag wahrlich zertrümmerte Konkurrenz ein weiterer Schlag ins Gesicht. "Ich habe bei den heiklen Passagen nicht Vollgas gegeben und nicht alles riskiert. Aber die Linie war sauber, es war eine passable Fahrt." Dass es das Rennen seines Lebens war, wollte er nicht behaupten. "Vor meiner Verletzung war ich auch einmal in einem Durchgang eine Sekunde voran. Aber mit so einem großen Vorsprung habe ich natürlich noch nie gewonnen."


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