Die Schweiz feierte in Aare sportliche Wiedergeburt
Fünf Medaillen nach acht Bewerben: Die WM-Bilanz der Schweizer kann sich sehen lassen.

Foto © GEPAMit 32 die erste Medaille: Didier Cuche
"In Bormio war ich nicht dabei." Das ist zumindest
die Erklärung von Riesentorlauf-Bronzemedaillengewinner Didier Cuche,
warum es für die Eidgenossen zwei Jahren nach der Nullnummer in
Italien nun in Mittelschweden so prächtig läuft. Die Schweizer
Schi-Herren haben bei den Weltmeisterschaften in Aare in acht
Bewerben bereits fünf Medaillen gesammelt, Daniel Albrecht
hat als Gold-Medaillengewinner in der Super-Kombination und
RTL-Silberner bereits zwei Auszeichnungen, im Super G holte Bruno
Kernen Bronze, in der Kombi Marc Berthod.
Gold zu Beginn. Schon mit der Super-Kombination in Aare feierte die Schweiz nach
mageren Jahren die sportliche Wiedergeburt im Schisport, der
Riesentorlauf am Mittwoch sorgte dafür, dass die Jubelgesänge nicht
verklingen. "Ich wusste, dass ich schnell Schifahren kann, es waren
nur Kleinigkeiten, warum es nicht gepasst hat. Ich mag es hier, den
aggressiven Schnee, da spürt man mehr", sagte der 23-jährige
Albrecht, der erstmals als Führender nach dem ersten Durchgang in ein
Finale gegangen war, was ihm einen zusätzlichen Adrenalin-Schub gab.
Premiere für Chuche. Für den 32-jährigen Cuche war es überhaupt die erste WM-Medaille
seiner Karriere. "Alle waren so nett zu mir und hofften wie ich auf
eine Medaille. Das hat mir Auftrieb gegeben und ich habe mir gesagt,
du hast nur diese eine Chance," In Bormio 2005 hatte er wegen eines Kreuzbandrisses
gefehlt. Mit Edelmetall in Aare hatte er nicht rechnen dürfen. "Am
Vorabend im Bett habe ich mir gedacht, ein vierter und ein sechster
Platz, das habe ich schon, das ist sehr gut. Ich hatte meine Spaß
hier, aber gehofft habe ich dann doch noch auf eine Medaille",
erzählte Cuche. Oft seien es
Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen Misserfolg und Erfolg
ausmachten, meinte der Schweizer.
Ein wenig Mitleid. Vielleicht trifft das auch auf die rot-weiß-roten Herren zu,
die erst zwei Medaillen geholt haben. Albrecht und Cuche empfanden
jedenfalls beide "ein wenig Mitleid" mit den geprügelten
Österreichern. "Sie hatten genug gute Tage in der Vergangenheit", sagte Cuche, fügte aber hinzu: "Ich weiß, dass es hart ist, was sie derzeit durchmachen. Für Trainer und Athleten. Mir tut jeder leid, der da unten durch muss." Albrecht meinte: "Wir
Schweizer wissen, was die Österreicher durchmachen, und wie viel
Druck es gibt, wenn die Medaillen ausbleiben."
Features
Schweizer Medaillen
Gold:
Daniel Albrecht, Kombination
Silber:
Daniel Albrecht, RTL
Bronze:
Didier Cuche, RTL
Bruno Kernen, Super G
Marc Berthod, Kombination
Links
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Daniel Albrecht mit seiner "Goldenen"Foto © APA
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Marc Berthod holte sich Bronze...Foto © AP
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... ebenso Bruno KernenFoto © Reuters





