Zahbrobska wies im WM-Slalom Schild in die Schranken
Zahbrobska gewann erstmals WM-Gold für Tschechien. Marlies Schild holte mit Rang 2 die fünfte ÖSV-Damen-Medaille. Dritte wurde Anja Pärson (SWE).

Foto © ReutersStrahlende Überraschungs-Weltmeisterin: Sarka Zahrobska
Erstmals in der Geschichte der Alpinen
Ski-Weltmeisterschaften hat es am Freitag Gold für Tschechien
gegeben. Sarka Zahrobska, die noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen
hat, wies im WM-Slalom die große Saison-Dominatorin Marlies Schild
mit 0,11 Sekunden Vorsprung in die Schranken. Für die Salzburgerin,
die im Weltcup fünf der sechs Saisonrennen gewonnen hat, blieb "nur"
Silber, Bronze ging an die Schwedin Anja Pärson (0,16), die nach
dreimal Gold bereits ihre vierte Medaille bei der Heim-WM erobert
hat.
Gewinnspiel
Fünf WM-Medaillen. Kathrin Zettel wurde Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte und
Riesentorlauf-Weltmeisterin Nicole Hosp 17. Österreichs Damen haben
damit eine mehr als gelungene Darbietung gezeigt und in allen fünf
WM-Bewerben jeweils eine Medaille gewonnen - einmal Gold, einmal
Silber und dreimal Bronze.
Überraschung. Gold für die Tschechin war zweifelslos eine Überraschung, aber
keine Sensation, denn Zahbrobska war in dieser Weltcup-Saison bereits
Dritte in Zagreb und Zweite in Kranjska Gora gewesen. Und bei der WM
2005 in Bormio hatte sie mit Slalom-Bronze für die erste tschechische
Medaille der Geschichte gesorgt. Bei Olympia 1984 hatte es für die
CSSR durch Olga Charvatova Abfahrts-Bronze gegeben.
Daran geglaubt. "Ich bin sehr überrascht und sehr glücklich. Ich habe aber daran
geglaubt, dass ich eine Medaille holen kann. Ich hatte ein super
Gefühl vor dem Rennen und bin in guter Form", so die 22-Jährige aus
Prag, die die Halbzeit-Führung ins Ziel brachte. "Vor dem zweiten
Lauf war ich schon bisschen nervös, weil das war ein ganz neues
Gefühl. Aber nervös sind bei einer WM alle."
Großer Traum geplatzt. Schild war eigentlich die "programmierte" Gold-Gewinnerin. "Der
große Traum war natürlich Gold zu holen", gestand die Salzburgerin
nach dem Rennen. "Aber ich freue mich schon. Ich habe gemerkt, dass
ich heute nicht das Maximum rausholen konnte. Mehr war nicht drinnen,
aber Silber ist ja auch nicht schlecht." Ihre Hüftprobleme nach dem
Sturz im Riesentorlauf waren mit einer Betäubungsspritze erfolgreich
bekämpft worden. "Aber so richtig top habe ich mich nicht gefühlt."
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Marlies Schild, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Kathrin Zettel






