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Zuletzt aktualisiert: 16.02.2007 um 23:01 Uhr

Zahbrobska wies im WM-Slalom Schild in die Schranken

Zahbrobska gewann erstmals WM-Gold für Tschechien. Marlies Schild holte mit Rang 2 die fünfte ÖSV-Damen-Medaille. Dritte wurde Anja Pärson (SWE).

Strahlende Überraschungs-Weltmeisterin: Sarka Zahrobska

Foto © ReutersStrahlende Überraschungs-Weltmeisterin: Sarka Zahrobska

Erstmals in der Geschichte der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften hat es am Freitag Gold für Tschechien gegeben. Sarka Zahrobska, die noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen hat, wies im WM-Slalom die große Saison-Dominatorin Marlies Schild mit 0,11 Sekunden Vorsprung in die Schranken. Für die Salzburgerin, die im Weltcup fünf der sechs Saisonrennen gewonnen hat, blieb "nur" Silber, Bronze ging an die Schwedin Anja Pärson (0,16), die nach dreimal Gold bereits ihre vierte Medaille bei der Heim-WM erobert hat.

Fünf WM-Medaillen. Kathrin Zettel wurde Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte und Riesentorlauf-Weltmeisterin Nicole Hosp 17. Österreichs Damen haben damit eine mehr als gelungene Darbietung gezeigt und in allen fünf WM-Bewerben jeweils eine Medaille gewonnen - einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Überraschung. Gold für die Tschechin war zweifelslos eine Überraschung, aber keine Sensation, denn Zahbrobska war in dieser Weltcup-Saison bereits Dritte in Zagreb und Zweite in Kranjska Gora gewesen. Und bei der WM 2005 in Bormio hatte sie mit Slalom-Bronze für die erste tschechische Medaille der Geschichte gesorgt. Bei Olympia 1984 hatte es für die CSSR durch Olga Charvatova Abfahrts-Bronze gegeben.

Daran geglaubt. "Ich bin sehr überrascht und sehr glücklich. Ich habe aber daran geglaubt, dass ich eine Medaille holen kann. Ich hatte ein super Gefühl vor dem Rennen und bin in guter Form", so die 22-Jährige aus Prag, die die Halbzeit-Führung ins Ziel brachte. "Vor dem zweiten Lauf war ich schon bisschen nervös, weil das war ein ganz neues Gefühl. Aber nervös sind bei einer WM alle."

Großer Traum geplatzt. Schild war eigentlich die "programmierte" Gold-Gewinnerin. "Der große Traum war natürlich Gold zu holen", gestand die Salzburgerin nach dem Rennen. "Aber ich freue mich schon. Ich habe gemerkt, dass ich heute nicht das Maximum rausholen konnte. Mehr war nicht drinnen, aber Silber ist ja auch nicht schlecht." Ihre Hüftprobleme nach dem Sturz im Riesentorlauf waren mit einer Betäubungsspritze erfolgreich bekämpft worden. "Aber so richtig top habe ich mich nicht gefühlt."

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Marlies Schild, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Kathrin Zettel

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