Nächster Streit: Gruber vs. Schröcksnadel
Christoph Gruber ist über die Kritik von ÖSV-Boss Schröcksnadel verärgert: "Unerklärlich".

Foto © APAChristoph Gruber wundert sich über seinen Präsidenten
Christoph Gruber hat am Montagabend in Aare zur
Kritik von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel an seiner Person
Stellung genommen. "Der Gruber hat es immer vermasselt bei
Großereignissen. Hätte er es nicht vermasselt, hätte er jetzt die
Chance wohl bekommen", hatte Schröcksnadel nach der Nominierung von
Hermann Maier statt Gruber für die Abfahrt gemeint. "Unerklärlich,
wie der Präsident so etwas sagen kann. Vor allem nachdem ich im Super
G 0,01 Sekunden an Bronze vorbeigeschrammt bin", erklärte Gruber.
Fair. "Kritik ist bis zu einem gewissen Punkt in Ordnung. Aber uns wird
in den Teamsitzungen immer gesagt, dass wir auspassen sollen, was wir
sagen. Und wenn dann der Präsident solche Aussagen trifft, frage ich
mich: Wieso?", wunderte sich Gruber. Vor allem, weil der Schwazer ja
trotz "Blech" im Super G und Trainingsbestzeit in der Abfahrt
ausgesprochen fair auf die Nicht-Nominierung für die Abfahrt reagiert
hatte.
Schlagfertig. Auf die angebliche Ankündigung von Schröcksnadel, dass im
sonntäglichen Teambewerb die besten Athleten für Österreich starten
sollen, um die Goldene einzufahren, meinte der vom Mannschaftsevent
wenig begeisterte Tiroler schlagfertig: "Da ich ohnehin immer alles
vermassle, rechne ich nicht mit einer Einberufung. Ich würde mich
stattdessen fast lieber auf die Weltcup-Rennen in Garmisch
vorbereiten." Gruber rechnet somit damit, dass er am Donnerstag die
Heimreise antreten wird.
Maier ist gleicher Meinung. Genau diesen Plan verfolgt auch Hermann Maier, der ebenfalls am
Sonntag eher nicht antreten will. Auch der Salzburger würde eine
längere Vorbereitung auf die Weltcup-Rennen in Garmisch ein
Wochenende später bevorzugen. "Denn ich brauche dann nach dem
Riesentorlauf meine Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen. Die Zeit in
Aare war doch eine sehr intensive. Der Weltcup spielt doch noch eine
sehr wichtige Rolle für mich. Und am Sonntag Leute ihre Chance
bekommen, die noch nicht so oft fahren durften."
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Abfahrtspleite
Gruber verzichtete auch nach dem Abfahrtsdebakel der ÖSV-Kollegen auf "Weisheiten": "Es waren schwierige Verhältnisse. Man hat wieder einmal gesehen, wie eng Sieg und Niederlage beisammen liegen. Aber unsere Mannschaft war ja schon das ganze Jahr nicht wirklich überlegen in der Abfahrt."
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Peter SchröcksnadelFoto © GEPA






