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Zuletzt aktualisiert: 11.02.2007 um 15:56 Uhr

Anja Pärson auch Abfahrts-Weltmeisterin, Hosp Dritte

Anja Pärson gewinnt die bereits die dritte goldenen Medaille bei dieser Weltmeisterschaft.

Foto © APA

Der unglaubliche Hattrick der Anja Pärson ist perfekt. Nach Gold in Super G (Dienstag) und Super-Kombination (Freitag) räumte die Schwedin bei ihren Heim-Weltmeisterschaften in Aare am Sonntag auch den Sieg in der "Königsdisziplin" Abfahrt ab. Die 25-Jährige setzte sich in 1:26,89 Minuten vor der US-Amerikanerin Lindsey Kildow (+0,40 Sekunden) und der Tirolerin Nicole Hosp (0,48) durch.

Keine Ahnung. Pärson, die erste schwedische Abfahrts-Weltmeisterin, hat "keine Ahnung", warum es bei ihr rechtzeitig zur WM wieder wie am Schnürchen läuft. Die Schwedin ist nun die erste Athletin der Skigeschichte, die Goldmedaillen in allen fünf Disziplinen - Slalom, Riesentorlauf, (Super)Kombi, Super G und Abfahrt - zu Hause hängen hat. "Die Harmonie hat heute bei mir am Start gepasst. Das Licht war aber schwierig, man hat die kleinen Wellen nur sehr schwer gesehen. Ich habe viele Fehler gemacht, war aber schnell."

Heimniederlage. Auch in Riesentorlauf und Slalom ist der Schwedin nun alles zuzutrauen. "Ich habe genug Kraft", kündigte die sensationelle Pärson, nunmehr siebenfache Weltmeisterin, bereits an. Mehr WM-Medaillen hat nur die Deutsche Christl Cranz geholt (12). Kildow, die bereits im Super G Zweite gewesen war, hätte es durchaus drauf gehabt, Pärson (ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Die wäre heute zu putzen gewesen") die erste Heimniederlage zuzufügen. "Aber ganz oben habe ich einen dummen Fehler gemacht und viel Zeit verloren. Ohne Fehler hätte ich vielleicht eine Chance gehabt. Aber ich freue mich über die Medaille, ich bin sehr glücklich."

Glück. Für Hosp kam ausgerechnet in der Abfahrt das Glück zurück. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht richtig glauben. Mich hat es da in Aare schon so gefuchst. Und jetzt ist das alles ausgerechnet in der Abfahrt zurückgekommen. Dort, wo ich es am wenigsten erwartet habe." Pum freute sich für die Tirolerin: "Für die Niki freut es mich, es ist ein super Ergebnis - vor allem, weil sie nicht wieder Vierte geworden ist. Das gibt ihr Auftrieb für den Riesentorlauf und den Slalom." Hosp hatte nach Rang vier im Super G mit neuerlichem "Blech" gerechnet, vor allem als Götschl noch am Start stand. "Das waren einige der schwersten Minuten für mich überhaupt. Ich dachte schon, dass ich wieder Vierte werde. Das ist schon ein hartes Brot." Zu ÖSV-Pressebetreuer Manfred Kimmel hatte sie während der Wartes gesagt: "Ich halt's nicht mehr aus, bring mir bitte einen Schnaps."

Götschl. Doch Götschl, im Super G Dritte, wurde nur Siebente. Es war eindeutig nicht der Tag der Steirerin, "Lieber 7. als 4.. Ich habe einige Fehler gemacht und bin nicht gut zurechtgekommen. Ich war unsicher, das passiert mir normal selten. Ich habe die wichtigen Kurven verhaut und die Sicht war auch nicht gut", lautete das wenig begeisternde Resümee Götschls in ihrem letzten WM-Einzelrennen. Schwer enttäuscht stand Görgl im Zielraum, von ihren Trainingsleistungen (Plätze 2 und 4) war die Steirerin weit entfernt. "Eine völlig verhaute Fahrt. Ich bin sehr enttäuscht von mir. Ich wollte eigentlich das umsetzen, was ich im Kopf hatte. Aber das ist mir nicht gelungen. Es waren Konzentrationsfehler dabei, das darf nicht passieren."

WM-Debüt. Trotz eines 21. Platzes konnte Holaus nach ihrem WM-Debüt sehr wohl lachen. "Nicht so gut gegangen, aber halb so schlimm. Ich habe mir natürlich etwas Besseres gewünscht, aber leider ist heute nicht mehr gegangen", analysierte die 23-jährige Debütantin. "Ich habe die Linie nicht gehalten und oft aus der Position raus müssen." Die Bodensicht sei sehr schlecht gewesen, an den Trainingstagen hatte die Sonne geschienen.


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Ergebnisse

1. Anja Pärson SWE
2. Lindsey C. Kildow USA
3. Nicole Hosp AUT
4. Nadia Styger SUI
5. Dominique Gisin SUI
6. Nike Bent SWE
7. Renate Götschl AUT
8. Ingrid Jacquemod FRA
9. Maria Riesch GER
10. Julia Mancuso USA

Weiter:
18. Elisabeth Görgl
21. Maria Holaus

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