Anja Pärson auch Abfahrts-Weltmeisterin, Hosp Dritte
Anja Pärson gewinnt die bereits die dritte goldenen Medaille bei dieser Weltmeisterschaft.

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Der unglaubliche Hattrick der Anja Pärson ist perfekt. Nach Gold in Super G (Dienstag) und Super-Kombination (Freitag) räumte die Schwedin bei ihren Heim-Weltmeisterschaften in Aare am Sonntag auch den Sieg in der "Königsdisziplin" Abfahrt ab. Die 25-Jährige setzte sich in 1:26,89 Minuten vor der US-Amerikanerin Lindsey Kildow (+0,40 Sekunden) und der Tirolerin Nicole Hosp (0,48) durch.
Zum Thema
Keine Ahnung.
Pärson, die erste schwedische Abfahrts-Weltmeisterin, hat "keine
Ahnung", warum es bei ihr rechtzeitig zur WM wieder wie am Schnürchen
läuft. Die Schwedin ist nun die erste Athletin der Skigeschichte, die
Goldmedaillen in allen fünf Disziplinen - Slalom, Riesentorlauf,
(Super)Kombi, Super G und Abfahrt - zu Hause hängen hat. "Die
Harmonie hat heute bei mir am Start gepasst. Das Licht war aber
schwierig, man hat die kleinen Wellen nur sehr schwer gesehen. Ich
habe viele Fehler gemacht, war aber schnell."
Heimniederlage.
Auch in Riesentorlauf und Slalom ist der Schwedin nun alles
zuzutrauen. "Ich habe genug Kraft", kündigte die sensationelle
Pärson, nunmehr siebenfache Weltmeisterin, bereits an. Mehr
WM-Medaillen hat nur die Deutsche Christl Cranz geholt (12). Kildow, die bereits im Super G Zweite gewesen war, hätte es
durchaus drauf gehabt, Pärson (ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Die wäre
heute zu putzen gewesen") die erste Heimniederlage zuzufügen. "Aber
ganz oben habe ich einen dummen Fehler gemacht und viel Zeit
verloren. Ohne Fehler hätte ich vielleicht eine Chance gehabt. Aber
ich freue mich über die Medaille, ich bin sehr glücklich."
Glück.
Für Hosp kam ausgerechnet in der Abfahrt das Glück zurück. "Ich
bin überglücklich und kann es gar nicht richtig glauben. Mich hat es
da in Aare schon so gefuchst. Und jetzt ist das alles ausgerechnet in
der Abfahrt zurückgekommen. Dort, wo ich es am wenigsten erwartet
habe." Pum freute sich für die Tirolerin: "Für die Niki freut es
mich, es ist ein super Ergebnis - vor allem, weil sie nicht wieder
Vierte geworden ist. Das gibt ihr Auftrieb für den Riesentorlauf und
den Slalom." Hosp hatte nach Rang vier im Super G mit neuerlichem "Blech"
gerechnet, vor allem als Götschl noch am Start stand. "Das waren
einige der schwersten Minuten für mich überhaupt. Ich dachte schon,
dass ich wieder Vierte werde. Das ist schon ein hartes Brot." Zu
ÖSV-Pressebetreuer Manfred Kimmel hatte sie während der Wartes
gesagt: "Ich halt's nicht mehr aus, bring mir bitte einen Schnaps."
Götschl.
Doch Götschl, im Super G Dritte, wurde nur Siebente. Es war
eindeutig nicht der Tag der Steirerin, "Lieber 7. als 4.. Ich habe
einige Fehler gemacht und bin nicht gut zurechtgekommen. Ich war
unsicher, das passiert mir normal selten. Ich habe die wichtigen
Kurven verhaut und die Sicht war auch nicht gut", lautete das wenig
begeisternde Resümee Götschls in ihrem letzten WM-Einzelrennen. Schwer enttäuscht stand Görgl im Zielraum, von ihren
Trainingsleistungen (Plätze 2 und 4) war die Steirerin weit entfernt.
"Eine völlig verhaute Fahrt. Ich bin sehr enttäuscht von mir. Ich
wollte eigentlich das umsetzen, was ich im Kopf hatte. Aber das ist
mir nicht gelungen. Es waren Konzentrationsfehler dabei, das darf
nicht passieren."
WM-Debüt.
Trotz eines 21. Platzes konnte Holaus nach ihrem WM-Debüt sehr
wohl lachen. "Nicht so gut gegangen, aber halb so schlimm. Ich habe
mir natürlich etwas Besseres gewünscht, aber leider ist heute nicht
mehr gegangen", analysierte die 23-jährige Debütantin. "Ich habe die
Linie nicht gehalten und oft aus der Position raus müssen." Die
Bodensicht sei sehr schlecht gewesen, an den Trainingstagen hatte die
Sonne geschienen.
Features
Fotoserie
Abfahrt
Ergebnisse
1. Anja Pärson SWE
2. Lindsey C. Kildow USA
3. Nicole Hosp AUT
4. Nadia Styger SUI
5. Dominique Gisin SUI
6. Nike Bent SWE
7. Renate Götschl AUT
8. Ingrid Jacquemod FRA
9. Maria Riesch GER
10. Julia Mancuso USA
Weiter:
18. Elisabeth Görgl
21. Maria Holaus





