Svindal gewinnt Gold- Keine Medaille für Österreich
Der Norweger Aksel Lund Svindal gewinnt Gold vor Hudec und Jaerbyn.

Foto © APSvindal bei seiner Fahrt zu Gold
Zur eine Flutlicht-Matinee mit einer schweren österreichischen Niederlage hat sich die WM-Abfahrt der Herren am Sonntag in Aare entwickelt. Den ÖSV-Herren blieben in dem vom Norweger Aksel Lund Svindal dominierten Königs-Bewerb nur der achte Platz durch Mario Scheiber, es war dies das schlechteste Ergebnis für den ÖSV bei Welt-Titelkämpfen in der Abfahrt seit Morioka 1993, als Patrick Ortlieb ebenfalls Achter geworden war.
Zum Thema
Pleite.
Hermann Maier landete beim phasenweise vom Nebel beeinflussten
Rennen auf Platz 13, Michael Walchhofer wurde 15, und
Super-G-Silbermedaillengewinner Fritz Strobl nur 22. "Bei uns hat
nichts zusammengepasst. Wir wollten eine Medaille und unsere vier
Läufer hatten das auch drauf. Aber es wollte einfach nicht sein",
analysierte Alpinchef Hans Pum die Pleite seiner Star-Truppe.
Flutlicht.
Am Gipfel des WM-Berges strahlte die Sonne vom blauen Himmel, im
Mittelteil hing allerdings der Nebel und im Ziel war es so finster,
dass das Flutlicht angemacht werden musste. Die Herren-Abfahrt war
mit 25-minütiger Verspätung gestartet und nach elf Läufern wegen
schlechter Sicht im Mittelteil unterbrochen worden, nach nur acht
Minuten ging es allerdings weiter und bei freier Sicht fiel die
Gold-Entscheidung. Mit Startnummer 25 und Fritz Strobl zog wieder
eine Nebelwand durch, die auch bei den folgenden Toppiloten hängen
blieb.
Bedingungen.
Die Medaillengewinner profitierten also sicher auch von ihren
günstigen Bedingungen, Sieger Svindal hatte mit Startnummer 21
relativ freie Sicht, die weiteren Stockerlplätze gingen an
Außenseiter. Und zwar an den Kanadier Jan Hudec (Startnummer 2/+0,72)
und den schwedischen Lokalmatador Patrik Järbyn (Startnummer 5/0,97),
der mit Bronze die dritte Medaille für das Gastgeberland nach den
zwei Goldenen von Anja Pärson holte, die allerdings in der folgenden
Damen-Abfahrt noch nachlegen konnte.
Älteste.
Der 37-jährige Järbyn ist damit der älteste Medaillengewinner der
Geschichte von Ski-Weltmeisterschaften, bisher hielt diesen Rekord
der Schweizer Paul Accola, der 2001 in St. Anton mit fast 34 Jahren
Kombi-Bronze gewann. Im Weltcup reichte es für Järbyn bisher nur zu
zwei Podestplätzen im Super G, allerdings war er 1996 in der Sierra
Nevada WM-Sibermedaillengewinner in dieser Disziplin. Die Medaille
von Hudec kam noch überraschender, der 25-Jährige war im Weltcup in
der Abfahrt erst einmal unter den Top 10.
Features
Fotoserie
Zum Thema
Abfahrt
Fakten
1. Aksel Lund Svindal NOR
2. Jan Hudec CAN
3. Patrik Järbyn SWE
4. Erik Guay CAN
5. Ambrosi Hoffmann SUI
6. Didier Cuche SUI
7. Bode Miller USA
8. Mario Scheiber AUT
9. Osborne-Paradis CAN
10. Didier Defago SUI
Weiter:
13. Hermann Maier
15. Michael Walchhofer
22. Fritz Strobl





