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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2007 um 22:27 Uhr

Eine Königin, die gar keine sein will

Zwei Goldmedaillen hat Anja Pärson schon geholt. Die dritte könnte heute folgen. In Schweden gilt sie schon als Schi-Queen. Trotzdem ist sie ein sehr sozialer Mensch.

Foto © AP

Ihr Name wird in Schweden und im Schi-Zirkus schon in einem Atemzug mit Pernilla Wiberg, Ingemar Stenmark, Franz Klammer und Kjetil-Andre Aaamodt genannt. Das ist Anja Pärson "peinlich und eine riesige Auszeichnung. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich verdiene". Gerade diese Wort zeigen die Einstellung des Menschen Anja. Nie würde sie sich im Team über ihre Kolleginnen stellen. Im Gegenteil. Es steht immer die Mannschaft im Vordergrund.

Handschlagqualität. "Sie könnte sich fast alles erlauben, Unsummen von ihren Vertragspartnern verlangen und würde sie bei einem Großteil auch bekommen", erklärte Carrera-Rennchef Heinz Strassegger, der ihr Brillen- und Helm-Ausrüster ist, "wann immer wir mit ihr oder Vater Anders etwas besprochen haben, es galt ohne viele Vertragsseiten."

350.000 Euro. Der wahre Chef im Pärson-Clan ist aber weder Papa noch Anja, das ist Mama Madeleine. Die Lehrerin aus Anjas Heimatort Tärnaby zieht die Fäden, ist zuständig für alles Organisatorische, beantwortet Fan-Post und ist Ansprechpartner für Ausrüster und Sponsoren. Eine der wenigen Reisen zu den Weltcup-Bewerben führte sie im Dezember auf die Reiteralm. "Madeleine ist mein Kontakt und sie verhandelt beinhart", schilderte ein ungenannt bleiben wollender Partner, "wer auf dem Kopf von Anja sein Logo platzieren will muss inklusive Prämien 350.000 Euro zahlen."

Ehrgeiz. Die Firma "Pärson" funktioniert nur deshalb so gut, weil Anja totales Vertrauen zum Trainervater hat. Beide sind extrem ehrgeizig, wollen sich ein Denkmal setzen. "Ihr Ziel sind fünf Goldene in Aare", verrät ein Insider. Anja bestätigt das. Auf die Frage wie viele Goldmedaillen noch folgen, sagte sie nur: "Am Sonntag ist Abfahrt." Noch eines zeigt ihren Ehrgeiz: "Mein Ziel ist ein perfektes Rennen, Schnellste bei allen Zwischenzeiten zu sein." Vergleiche mit Janica und Ante Kostelic lassen die Pärsons nicht zu: "Ante hat Janica geschunden, Anja macht es freiwillig."

JOSCHI KOPP, AARE

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