Anja Pärson ist wieder dick da
Anja Pärson gewann gestern die Super-Kombi, ist damit die vierte Läuferin, die in allen Disziplinen siegen konnte. Bronze für Marlies Schild.

Foto © APAPärsons Bauchfleck
Es war der schwerste Lauf meines Leben", so beschrieb Anja Pärson gestern den einen Slalom-Durchgang bei der Damen-Superkombination. Die Schwedin sicherte sich damit die zweite Goldmedaille dieser WM, schrieb gleichzeitig Schi-Geschichte: Die 25-Jährige aus Tärnaby ist erst die vierte Läuferin, die in allen fünf Disziplinen gewinnen konnten. Vor ihr schafften das nur Petra Kronberger, Pernilla Wiberg und Janica Kostelic.
Erster Kombi-Sieg.Für das blonde Kraftpaket
war es der erste Kombi-Sieg in ihrer Karriere. Platz zwei ging an Julia Mancuso, Bronze eroberte, wie 2005 in Bormio, Marlies Schild. Sie sorgte damit für das zweite österreichische Edelmetall in zweiten Damen-Bewerb.
Auch wenn alle Experten Anja immer auf der Rechnung hatten, so können sie doch das Phänomen Pärson nicht erklären. Am ehesten konnte das sie selbst.
Keine Qualifiktion.
"Ich bin vor den Weltcup-Bewerben in San Sicario nach Hause gefahren, konnte mich physisch und psychisch auf die WM vorbereiten. Das war aber nur möglich, weil unser Team so klein ist, ich keine Angst um einen Startplatz haben musste.
Das können die anderen Mädchen nicht, weil sie sich qualifizieren müssen", analysierte die WM-Königin, "ich konnte mich in der Pause erholen, völlig abschalten und ganz in Ruhe vorbereiten. Ein unbezahlbarer Luxus, der sich jetzt als Gold-Tipp heraus stellt. Ich danke meinem Vater Anders für seine Hartnäckigkeit mir den Italien-Tripp zu verbieten."
Zuversichtlich.
Noch im Ziel feierte sie mit den tausenden Fans im Ziel: "Unbeschreiblich. Ich wollte eine Goldene bei dieser WM, jetzt habe ich nach zwei Bewerben schon zwei." Auf die Frage, wie viele es denn noch werden, antwortete die Doppel-Weltmeisterin nur: "Am Sonntag ist Abfahrt..."
Zu Kombi-Bronze von der WM 2005 in Bormio gesellte sich bei Marlies Schild gestern wieder Bronze. "Mit der Medaille hatte ich schon zwei Mal abgeschlossen - nach der Abfahrt und nach dem Slalom. Bei dem ist mir der untere Teil gar nicht gelungen, bin viele Schwünge nur angerutscht statt auf zwei Schi gefahren. Mir kam schon während der Fahrt vor, da wäre mehr gegangen." Trotzdem reichte es zu Laufbestzeit und dem Sprung von Platz zehn auf drei.
Herzdame."Da war die glücklichste Medaille meines Lebens." Noch in der Pause zwischen Abfahrt und Slalom traf sich die 25-Jährige mit Freund Benni im Appartement. "Ich sagte ihr nur, hak´ die Abfahrt ab, konzentrier dich auf den Torlauf." Das beherzigte die Herzdame auch.
Pechvogel Hosp.
Wieder einmal zum Pechvogel wurde Niki Hosp. Nach der Abfahrt noch Fünfte, warf sie ein schwerer Fehler auf Rang sechs zurück: "Es ist eine WM und das geht es um alles. Du musst riskieren, kannst dabei alles gewinnen oder alles verlieren. Ich hab´ verloren. Wenn mir das gleiche im Spezialslalom passiert, wäre das richtig Sch..."
Features
Fotoserie
Super-Kombination
Ergebnis
1. Anja Pärson (SWE)
2. Julia Mancuso (USA)
3. Marlies Schild (AUT)
4. Sarka Zahrobska (CZE)
5. Kathrin Zettel (AUT)
6. Nicole Hosp (AUT)
7. Maria Riesch (GER)
8. Nike Bent (SWE)
9. Veronika Zuzulova (SVK)
10. Emily Brydon (CAN)
16. Michaela Kirchgasser
Foto

Marlies Schild holt sich BronzeFoto © APA





