"Mary" Holaus vor WM-Debüt: "Bin überhaupt nicht nervös"
Die Tirolerin erhielt das Fixticket nach nur zwei Weltcup-Abfahrten.

Foto © GEPAMaria Holaus
Vor zwei Jahren, vor den Ski-Weltmeisterschaften in
Santa Caterina, hatte der Österreichische Skiverband die damals
19-jährige Andrea Fischbacher und Kathrin Zettel (18) ins WM-Team
berufen. Überraschungen dieser Art, so sagte es ÖSV-Damencheftrainer
Herbert Mandl am 4. Jänner in Zagreb, werde es diesem Jahr nicht
geben. Wohl wusste er um die Qualitäten einer Maria Holaus, aber
möglicherweise hat er nicht mit ihrer Nervenstärke gerechnet. Doch
die Tirolern nützte ihre Chance und fuhr gleich in ihrem ersten
Weltcuprennen auf den vierten Platz (Zauchensee) und ließ dieser
Leistung beim nächsten Abfahrts-Auftritt einen dritten Rang in San
Sicario folgen. Die WM-Nominierung war die Folge.
Nachwuchs.
"Ihr habt gefragt, was in der Abfahrt los ist, wo der Nachwuchs
bleibt? Hier habt ihr die Antwort", sagte Renate Götschl zur
Nominierung der mit 23 Jahren aber nicht mehr blutjungen
Speedfahrerin. "Von ihr wird man noch viel hören", hatte die
steirische Speed-Queen bereits nach der Weltcup-Debüt-Fahrt der
Zeitsoldatin aus Brixen im Thale gemeint. Drei Kreuzbandrisse im
rechten Knie verhinderten einen früheren Einstieg in die Eliteklasse,
der übrigens auch erst für die nächste Saison geplant war, aber nun
bereits heuer mit der Teilnahme an einem Großereignis einen ersten
Höhepunkt erreicht.
Zielsetzung.
Die Zielsetzung der Vize-Juniorenweltmeisterin 2001 in der Abfahrt
von Verbier für 2006/2007 war der Europacup, sie ist Gesamtfünfte und
Führende in der Super-G-Wertung. "Es war geplant, dass ich mir im
Europacup einen Fixplatz für den Weltcup sichere." Schon die
WM-Nominierung habe sie überrascht, dass sie dann auch noch ein
Fixticket bekommen habe, erst recht. "Das ist jetzt alles so schnell
gegangen. Aber ich bin glücklich, dass ich das erreicht habe", sage
die Tirolerin. "Eigentlich haben die Trainer gesagt, dass sie sich
die ersten beiden Trainings anschauen wollen und dann entscheiden,
aber dann habe ich schon vorher einen Platz bekommen. Und ich habe da
auch nicht Nein gesagt."
Rennen.
Von Nervosität von der Rennen am Sonntag spürt sie noch nichts.
"Überhaupt nicht, kein bisschen, obwohl ich das normalerweise vor
Rennen schon bin." Vielleicht liegt es auch daran, dass ihr die
WM-Strecke so taugt: "Ich taste mich schön langsam heran, es gefällt
mir hier herunter", berichtete die Völkl-Fahrerin nach den ersten
beiden Abfahrtstrainings, in denen sie auf den Plätzen 9 und 14
gelandet war. Ganz Brixen wird "Mary" am Sonntag die Daumen drücken, das verriet
ihr Cousin Markus im Gästebuch auf der Homepage der Rennläufern
(http://www.maria-holaus.com): "Hallo Cousinchen! Komm heil herunter,
egal welches Ergebnis - wir sind stolz auf dich. Werden das ganze
Spektakel in der VS-Brixen auf einer Großbildleinwand live
mitverfolgen und sei sicher: ganz Brixen drückt dir die Daumen." Vor
ein paar Tagen wurde auch ein Fanklub gegründet.
Features
Maria Holaus
Geboren:
19.12.1983
Klub:
Schiklub Brixen
Beruf:
HSZ Zeitsoldatin
Wohnort:
Brixen
Größe:
1,68 m
Hobbies:
Sport, Lesen
Schi:
Völkl
Schuhe: Tecnica
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