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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2007 um 11:32 Uhr

"Mary" Holaus vor WM-Debüt: "Bin überhaupt nicht nervös"

Die Tirolerin erhielt das Fixticket nach nur zwei Weltcup-Abfahrten.

Maria Holaus

Foto © GEPAMaria Holaus

Vor zwei Jahren, vor den Ski-Weltmeisterschaften in Santa Caterina, hatte der Österreichische Skiverband die damals 19-jährige Andrea Fischbacher und Kathrin Zettel (18) ins WM-Team berufen. Überraschungen dieser Art, so sagte es ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl am 4. Jänner in Zagreb, werde es diesem Jahr nicht geben. Wohl wusste er um die Qualitäten einer Maria Holaus, aber möglicherweise hat er nicht mit ihrer Nervenstärke gerechnet. Doch die Tirolern nützte ihre Chance und fuhr gleich in ihrem ersten Weltcuprennen auf den vierten Platz (Zauchensee) und ließ dieser Leistung beim nächsten Abfahrts-Auftritt einen dritten Rang in San Sicario folgen. Die WM-Nominierung war die Folge.

Nachwuchs. "Ihr habt gefragt, was in der Abfahrt los ist, wo der Nachwuchs bleibt? Hier habt ihr die Antwort", sagte Renate Götschl zur Nominierung der mit 23 Jahren aber nicht mehr blutjungen Speedfahrerin. "Von ihr wird man noch viel hören", hatte die steirische Speed-Queen bereits nach der Weltcup-Debüt-Fahrt der Zeitsoldatin aus Brixen im Thale gemeint. Drei Kreuzbandrisse im rechten Knie verhinderten einen früheren Einstieg in die Eliteklasse, der übrigens auch erst für die nächste Saison geplant war, aber nun bereits heuer mit der Teilnahme an einem Großereignis einen ersten Höhepunkt erreicht.

Zielsetzung. Die Zielsetzung der Vize-Juniorenweltmeisterin 2001 in der Abfahrt von Verbier für 2006/2007 war der Europacup, sie ist Gesamtfünfte und Führende in der Super-G-Wertung. "Es war geplant, dass ich mir im Europacup einen Fixplatz für den Weltcup sichere." Schon die WM-Nominierung habe sie überrascht, dass sie dann auch noch ein Fixticket bekommen habe, erst recht. "Das ist jetzt alles so schnell gegangen. Aber ich bin glücklich, dass ich das erreicht habe", sage die Tirolerin. "Eigentlich haben die Trainer gesagt, dass sie sich die ersten beiden Trainings anschauen wollen und dann entscheiden, aber dann habe ich schon vorher einen Platz bekommen. Und ich habe da auch nicht Nein gesagt."

Rennen. Von Nervosität von der Rennen am Sonntag spürt sie noch nichts. "Überhaupt nicht, kein bisschen, obwohl ich das normalerweise vor Rennen schon bin." Vielleicht liegt es auch daran, dass ihr die WM-Strecke so taugt: "Ich taste mich schön langsam heran, es gefällt mir hier herunter", berichtete die Völkl-Fahrerin nach den ersten beiden Abfahrtstrainings, in denen sie auf den Plätzen 9 und 14 gelandet war. Ganz Brixen wird "Mary" am Sonntag die Daumen drücken, das verriet ihr Cousin Markus im Gästebuch auf der Homepage der Rennläufern (http://www.maria-holaus.com): "Hallo Cousinchen! Komm heil herunter, egal welches Ergebnis - wir sind stolz auf dich. Werden das ganze Spektakel in der VS-Brixen auf einer Großbildleinwand live mitverfolgen und sei sicher: ganz Brixen drückt dir die Daumen." Vor ein paar Tagen wurde auch ein Fanklub gegründet.


Maria Holaus

Geboren:
19.12.1983
Klub:
Schiklub Brixen
Beruf:
HSZ Zeitsoldatin
Wohnort:
Brixen
Größe:
1,68 m
Hobbies:
Sport, Lesen
Schi:
Völkl
Schuhe: Tecnica

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Foto © GEPA

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