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Zuletzt aktualisiert: 08.02.2007 um 23:47 Uhr

In der Vitrine ist noch Platz

WM-Silber in der Super-Kombi in Aare war für Benni Raich (28) die elfte Medaille, damit ist er Österreichs erfolgreichster Medaillen-Sammler.

Benni freut sich auch über Silber

Foto © APABenni freut sich auch über Silber

Benni, das war jetzt die elfte Medaille bei Großereignissen und damit haben Sie eine mehr als Hermann Maier.
Benni Raich: . . .und darauf kann ich stolz sein. Es zeigt aber vor allem, wie konstant meine Leistungen über Jahre sind. Aber es geht nicht darum, vor dem Hermann zu sein, ich möchte einfach immer nur mein Bestes geben.

Cheftrainer Toni Giger hat gemeint, Sie seien jetzt nicht nur einer der größten Schifahrer der Geschichte, sondern einer der größten Sportler weltweit.
Raich: Das ehrt mich natürlich, wenn andere das über mich sagen. Ich persönlich möchte mich nicht mit anderen vergleichen. Aber dass ich ganz gut bin, weiß ich natürlich selbst.

Wo werden eigentlich die vielen Medaillen gelagert?
Raich: Daheim in einer Vitrine, da ist auch noch genügend Platz. Und wenn nicht mehr, dann baue ich halt noch etwas hinzu.

Die klassische Frage, wenn man den WM-Titel um acht Hundertstel verpasst: Gold verloren oder Silber gewonnen?
Raich: Silber gewonnen. Die paar Hundertstel tät' ich schon wo finden, aber auch Marc Albrecht hat sicher den einen oder anderen Fehler gemacht. Eine Medaille muss man erst einmal schaffen.

In Ihrem Fall war es jetzt die sechste in Serie im sechsten Rennen bei einem Großereignis.
Raich: Ach ja, stimmt. Aber was das ausmacht, kann ich wirklich nicht sagen. Ich bereite mich auf ein Großereignis schon speziell vor und vielleicht brauche ich das Gefühl, dass es jetzt um Medaillen geht und alle auf mich schauen. Spätestens wenn die WM da ist, weiß ich: Jetzt zählt es. Das motiviert zusätzlich.

Es gibt also kein Geheimnis?
Raich: Nein. Gut und vorausschauend arbeiten ist wichtig. Und an sich selbst glauben ist das Allerwichtigste.

Nach Gold von Albrecht und Bronze durch Berthod führt die Schweiz im Medaillenspiegel.
Raich: Auf dem Podest war ich diesmal schon ein bisserl der Veteran. Aber es pusht auch mich weiter, wenn ich gute, junge Gegner habe. Konkurrenz belebt das Geschäft.

INTERVIEW: GÜNTER SAGMEISTER, AARE

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