Schröcksnadel verteidigt Maiers Nominierung
Christoph Gruber habe es schon zu oft vermasselt.

Foto © GEPAChristoph Gruber
Als die ÖSV-Trainer die Entscheidung getroffen haben, dass Hermann Maier bei der WM im Rennen um das letzte Abfahrtsticket gegenüber Christoph Gruber den Vorzug erhält, saß ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gerade im Flugzeug. Erst nach seiner Ankunft in Åre wurde er darüber informiert. "Das hat man mir schon in St. Moritz vorgeworfen, dass ich den Maier immer dabeihaben will. Diesmal kann das keiner sagen. Und der Gruber wird ja auch von uns vermarktet und hat unsere Werbung am Kopf", sagte der ÖSV-Boss.
Helden gesucht.
Was der Sport aber brauche, seien Helden, wie es zum Beispiel Alberto Tomba, Ingemark Stenmark oder Toni Sailer waren, so Schröcksnadel. Oder eben auch Hermann Maier. "Sie beleben den Sport. Was wäre der Sport, wenn es sie nicht geben würde?" Und jetzt wolle jeder von Hermann Maier wissen: "Schafft er es noch einmal?"
Der Präsident selbst hat vollstes Vertrauen in seinen Helden. "Ich wüsste nicht, warum nicht. Er war auch im Training vorne dabei. Helden gewinnen und verlieren, das gehört dazu. Eine WM ist was anderes als ein Weltcup. Maier hat sich bei großen Events immer gesteigert, das zählt halt auch."
Status.
Was Gruber fehle, sei der Status, den Maier genießt, für das, was er gemacht hat, für die Medaillen, die der Flachauer bei Olympia und Weltmeisterschaften gesammelt hat. "Der Gruber hat es immer vermasselt bei Großereignissen. Hätte er es nicht vermasselt, hätte er jetzt die Chance wohl bekommen. Aber sicher tut er mir auch leid." Wäre die Entscheidung anders ausgefallen, hätte sie Schröcksnadel auch hingenommen: "Ich akzeptiere Trainerentscheidungen immer."
Features
Fakten
Gruber ist so wie Klaus Kröll ÖSV-Ersatzfahrer für Samstag, er wird das Freitag-Training zum Materialtesten verwenden. Im RTL darf Österreich dank der Goldenen von Maier in Bormio fünf Rennläufer aufbieten. Das Quintett sollte Maier, Benjamin Raich, Rainer Schönfelder, Hannes Reichelt und eben Gruber umfassen.
Foto

Foto © GEPA





