Fritz Strobl: "Der schleichende Mozart"
Fritz Strobl, der älteste ÖSV-WM-Starter hat im Super G zugeschlagen und geht nun entspannt in die Abfahrt.

Foto © GEPAFritz Strobl: Schleichend durch die Tore
Ausgerechnet der "Qualifikant" und ausgerechnet der
älteste der 26 für Aare nominierten ÖSV-Athleten hat am Dienstag für
die erste Medaille bei der WM 2007 gesorgt: Fritz Strobl. "Alt heißt
nicht schlecht", meinte der 34-Jährige mit einem schelmischen
Grinsen. Nach "Fritz The Cat" hat Strobl seit seinem
Schihütten-Kracher "Genie auf Schi" auch den Spitznamen "Mozart der
Mausefalle" verpasst bekommen. Dementsprechend analysierte der
Kärntner auch seinen Super G: "Das war keine Fahrt mit der
Brechstange, das war eher eine Symphonie."
Neuer Spitzname. Einmal mehr "katzenähnlich" schlich Strobl den Super-G-Kurs in
Aare hinunter und spielte dabei seine schifahrerische Klasse und sein
Gefühl aus - das Geheimnis des Erfolges. "Ich bin der schleichende
Mozart", konnte sich Strobl dann nicht entscheiden, welchen
Spitznamen er lieber hört. Strobl holte 2002 Olympisches Abfahrts-Gold und 1997 und 2000 zwei Siege beim Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel. Eine echte Reihung seiner
größten Erfolge möchte er zwar nicht vornehmen, aber laut eigenen
Angaben könnte sich die Silberne von Aare auf Rang vier dieser
Rangliste befinden. "Und dass ich diese Medaille ausgerechnet im
Super G geholt habe, taugt mir schon irrsinnig."
Chartstürmer? Strobls Silber-Fahrt könnte auch ein weiterer Anheizer für sein
Hütten-Gaudi-Lied sein. Ob es "Fritz & the Downhill-Gang" wirklich
in die Charts schaffen, ist für Strobl nicht so wichtig. Aber: "Das
ist eine Charity-Aktion. Jeder Euro, der hereinkommt, ist ein
Erfolg."
Abfahrt. Die Diskussionen rund um seine Aufstellung auf Kosten von Michael Walchhofer haben Strobl weder belastet noch speziell motiviert. "Ich habe eine Karriere mit vielen Hochs und
Tiefs hinter mir, da bringt mich so etwas nicht aus der Ruhe. Das
Wichtigste ist, dass Michi und ich alles ausgeredet haben, wir haben
kein Problem miteinander." Das Ticket für die WM-Abfahrt hat Strobl dank des Super G fix
gelöst. In diese will er am Samstag völlig entspannt hineingehen.
"Ich muss niemandem etwas beweisen. Alles was jetzt kommt, ist
Zugabe."
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Michael Walchhofer musste beim Super G zuschauenFoto © GEPA





