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Zuletzt aktualisiert: 07.02.2007 um 13:04 Uhr

Fritz Strobl: "Der schleichende Mozart"

Fritz Strobl, der älteste ÖSV-WM-Starter hat im Super G zugeschlagen und geht nun entspannt in die Abfahrt.

Fritz Strobl: Schleichend durch die Tore

Foto © GEPAFritz Strobl: Schleichend durch die Tore

Ausgerechnet der "Qualifikant" und ausgerechnet der älteste der 26 für Aare nominierten ÖSV-Athleten hat am Dienstag für die erste Medaille bei der WM 2007 gesorgt: Fritz Strobl. "Alt heißt nicht schlecht", meinte der 34-Jährige mit einem schelmischen Grinsen. Nach "Fritz The Cat" hat Strobl seit seinem Schihütten-Kracher "Genie auf Schi" auch den Spitznamen "Mozart der Mausefalle" verpasst bekommen. Dementsprechend analysierte der Kärntner auch seinen Super G: "Das war keine Fahrt mit der Brechstange, das war eher eine Symphonie."

Neuer Spitzname. Einmal mehr "katzenähnlich" schlich Strobl den Super-G-Kurs in Aare hinunter und spielte dabei seine schifahrerische Klasse und sein Gefühl aus - das Geheimnis des Erfolges. "Ich bin der schleichende Mozart", konnte sich Strobl dann nicht entscheiden, welchen Spitznamen er lieber hört. Strobl holte 2002 Olympisches Abfahrts-Gold und 1997 und 2000 zwei Siege beim Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel. Eine echte Reihung seiner größten Erfolge möchte er zwar nicht vornehmen, aber laut eigenen Angaben könnte sich die Silberne von Aare auf Rang vier dieser Rangliste befinden. "Und dass ich diese Medaille ausgerechnet im Super G geholt habe, taugt mir schon irrsinnig."

Chartstürmer? Strobls Silber-Fahrt könnte auch ein weiterer Anheizer für sein Hütten-Gaudi-Lied sein. Ob es "Fritz & the Downhill-Gang" wirklich in die Charts schaffen, ist für Strobl nicht so wichtig. Aber: "Das ist eine Charity-Aktion. Jeder Euro, der hereinkommt, ist ein Erfolg."

Abfahrt. Die Diskussionen rund um seine Aufstellung auf Kosten von Michael Walchhofer haben Strobl weder belastet noch speziell motiviert. "Ich habe eine Karriere mit vielen Hochs und Tiefs hinter mir, da bringt mich so etwas nicht aus der Ruhe. Das Wichtigste ist, dass Michi und ich alles ausgeredet haben, wir haben kein Problem miteinander." Das Ticket für die WM-Abfahrt hat Strobl dank des Super G fix gelöst. In diese will er am Samstag völlig entspannt hineingehen. "Ich muss niemandem etwas beweisen. Alles was jetzt kommt, ist Zugabe."


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Michael Walchhofer musste beim Super G zuschauenFoto © GEPA

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