Drei WM-Starts machen Kirchgasser richtig stolz
Eine Medaille wäre ein Traum für Michaela Kirchgasser. Der Riesentorlauf liegt der 21-Jährigen besonders am Herzen.

Foto © GEPAMichaela Kirchgasser
Wenn man als Österreicherin für Alpine
Schi-Weltmeisterschaften nominiert wird, dann kann man davon ausgehen,
dass man davor etwas geleistet hat. "Es macht mich sehr stolz, dass
ich es ins Team geschafft habe und für drei Rennen vorgesehen bin.
Die Chancen sind sicher da", sagte die Salzburgerin Michaela
Kirchgasser, die sich allerdings damit gar nicht näher beschäftigen
will: "Wenn ich anfange, daran zu denken, dann weiß ich, dass ich
ohne Medaille heim fahre. Aber vom Kopf her sieht es nicht so
schlecht aus."
Gut gelaufen. Von den Beinen her auch nicht, denn Kirchgasser war im Weltcup im
Riesentorlauf im WM-Winter schon Dritte, Fünfte und Achte, einmal
schied sie aus. Im Slalom kam sie zwei Mal nicht ins Ziel, landete
sonst aber auf den Plätzen sieben und acht, zweimal wurde sie Neunte.
In den bisherigen zwei Super-Kombinationen hat sie die Ränge zwei und
sieben zu Buche stehen. "Die Saison muss gut gelaufen sein, sonst
wäre ich nicht mit drei Startplätzen hier."
RTL. Sie persönlich würde sich besonders gerne im Riesentorlauf vorne
mit dabei sehen. "In der Super-Kombination gibt es neun Läuferinnen,
die gewinnen können, da ist die Dichte größer, da hast du Abfahrt und
Slalom, da muss alles passen. Ich wünsche mir sehr, dass es im
Riesentorlauf funktioniert, da habe ich mehr Sicherheit. Und es ist
meine Lieblingsdisziplin, über den Riesentorlauf bin ich in den ÖSV
reingekommen. Eine Medaille wäre ein Meilenstein in meiner Karriere,
ich arbeite auf Edelmetall hin. Und im Vorjahr hatte ich hier ein
super Resultat."
Keine Sorgen. Der Hang liegt ihr in der Tat, wie die Ergebnisse vom
letztjährigen Weltcupfinale in Aare zeigen, im RTL war sie Sechste,
im Slalom Achte. Dass sie die Generalprobe mit zwei Ausfällen in den
Europacup-Slaloms in Bischofswiesen verpatzt hat, bereitet ihr keine
Sorgen. Außerdem hat sie ja ihren Schutzengel mit, den ihr
"Gotendirndl" Michaela geschenkt hat. Vor den möglicherweise
schwierigen Bedingungen fürchtet sie sich ebenfalls nicht: "Aber ich
hoffe, dass der Wind keine tragende Rolle spielt."





