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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2007 um 14:23 Uhr

Zack-Bumm ins Rampenlicht war nach Byggmarks Geschmack

Noch versteht man, dass der schwedische Slalom-Fahrer Jens Byggmark mit dem Rummel, der über ihn nach dem Kitzbühel-Double und Platz zwei in Schladming hereinbrach, überfordert ist.

Der Shootingstar Jens Byggmark

Foto © GEPADer Shootingstar Jens Byggmark

Noch versteht man, dass der schwedische Slalom-Fahrer Jens Byggmark mit dem Rummel, der über ihn nach dem Kitzbühel-Double und Platz zwei in Schladming hereinbrach, überfordert ist. Noch sieht man über seine Steno-Antworten hinweg, denn schließlich war es seine erste Pressekonferenz in der Heimat, und noch dazu fand sie bei den Alpinen Schi-Weltmeisterschaften in Aare statt. Wenn das Riesentalent mit dem blonden Struwwelhaaren, den klaren, blaugrünen Augen und dem schüchternen Lächeln weiterhin auf der Erfolgswelle carvt, ist aber auch abseits der Piste etwas mehr Routine gefragt.

Pressekonferenz. Etwas verloren wirkend saß Byggmark am Sonntagabend bei der Pressekonferenz im überfüllten Interview-Raum auf dem Podium, es kamen viele Fragen, er gab kurze Antworten. Und seine Versuche, mit Witz die Unsicherheit zu überspielen, gelangen nicht immer. Mit seinem vom Kitz-Preisgeld gekauften neuen Auto sei er nach Aare gekommen. Einem Ferrari, erzählte er, der dann bei neuerlichem Nachfragen doch schnell zum Audi wurde. Über Benjamin Raich sagte er, dass er ein "guter Schifahrer" ist und "vielleicht" auch ein Konkurrent um Slalom-Gold. Den des Schwedisch mächtigen Journalisten verriet er später im kleineren Kreis im Dialekt des Lapplands, dass er seine Landsleute Markus Larsson und Andre Myhrer ganz oben auf der Rechnung hat.

Erfolg. Wer glaubt, dass der 21-Jährige zugeben würde, dass ihm der plötzliche Erfolg schlicht und weg überrollt hat, der irrt: "Mir war es ganz recht, dass es zack gegangen ist. Ich hätte es nicht anders haben wollen, nicht ein Sieg und dann nach ein paar Wochen wieder einer. Aber ich kann es immer noch nicht glauben. Ich bin schon noch der Gleiche, aber nun bin ich auch einer der Favoriten. Es stimmt, ich weiß nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Aber ich habe immer gewusst, dass ich so Schi fahren kann."

Golf. Jens Byggmark hat schon früh darauf gehofft, im Sport Erfolg zu haben, denn bereits als Neunjähriger soll er nach schwedischen Zeitungsberichten gesagt haben: "Ich will einmal der Beste der Welt werden und in Monaco wohnen." Vielleicht kam daher auch der Wunsch nach einem Ferrari, für den die kürzlich verdienten Schwedischen Kronen dann doch noch nicht reichten. Byggmark erzählte auch, dass er den US-Tennisspieler Andy Roddick mag, und aus ihm selbst gut auch ein Golfspieler hätte werden können: "Ich war tatsächlich talentiert, aber von Tärnaby zum nächsten Golfplatz waren es 24 Kilometer", sagte der Schwede, der jetzt in Umea nördlich von Aare lebt.


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