Super-G-Verschiebung könnte zu ÖSV-Herren-Trumpf werden
Herrenchef Giger: "Ein Rennen, das auch mit Nummer 30 zu gewinnen sein wird". Maier gilt als König der Verschiebungen.

Foto © GEPAMr. Super G Hermann Maier
Am Montag um 12:30 Uhr erfolgt der nächste Versuch, den ersten Bewerb der Alpinen-Ski-WM in Aare über die Bühne zu bringen. Sollte es das Wetter zulassen, ist die Frage im Herren-Super-G auch 48 Stunden später die gleiche: wer kann Topfavorit Bode Miller den Titel entreißen? ÖSV-Superstar Hermann Maier ist einer der heißesten Herausforderer. "Ich werde versuchen, alles, meine ganze Kraft aus mir rauszuholen. Es ist schon eine Weile her, dass mir das gelungen ist", meinte der "Mr. Super G" aus Flachau, der mit Rennverschiebungen beste Erfahrungen gemacht hat.
Schnee und Sturm
Kälteeinbruch. Montagfrüh soll die Temperatur in Aare um fünf Grad fallen.
Für den Renntag ist leichter Schneefall und Ostwind vorausgesagt
worden, dass das Rennen durchgeführt werden kann, ist realistisch.
Die Verschiebung auf Montag könnte überhaupt zu einem Trumpf der
Österreicher werden.
Topzeiten für höhere Startnummern. Denn kältere Temperaturen bedeuten gleichzeitig
eine aller Voraussicht nach harte Piste, die auch bei den höheren
Startnummern, sprich den Stars der Super-G-Szene, noch Topzeiten
zulässt. Strobl wird als erster Österreicher mit Nummer 20 ins Rennen
gehen, es folgen die Kollegen Scheiber (23), Gruber (25) und zum
"Grande Finale" dann Maier (30).
Vorteil für Österreicher. "Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Rennen auch mit Nummer
30 zu gewinnen sein wird. Und das hat es in dieser Saison noch nicht
oft gegeben", meinte etwa Herrenchef Giger. "Das ist ganz sicher ein
Vorteil für uns Österreicher", hofft auch Gruber. Giger weiß auch,
dass seine Truppe mit Verschiebungen zumeist gut umgehen kann: "Damit
sind wir eigentlich immer sehr gut zurecht gekommen."
König der Verschiebungen. Davon kann Maier ein Lied singen. Denn 1998 wurde in Nagano der
Olympia-Super-G verschoben, ehe der Salzburger dann zwei Tage später
zu Gold fuhr. 2005 bei der WM in Bormio war's ähnlich. Ein TV-Streik
legte den geplanten RTL lahm, einen Tag später räumte Maier Gold ab.
"Ich versuche, mich voll aufs Rennen zu konzentrieren. Aber so
fokussiert wie 1998 in Nagano werde ich nie wieder sein."
Scheiber gut vorbereitet. WM-Debütant Scheiber hat die zusätzliche Vorbereitungszeit dazu
genützt, um mittels Videoanalyse die für ihn unbekannte Strecke etwas
besser kennen zu lernen. Ein mentales Problem: "Ich war schon immer
stark im Kopf. Einen Mentaltrainer habe ich noch nie gebraucht."
Features
Fakten
Montag, 12:30 Uhr: WM-Super G der Herren
Das Rennen können Sie live auf ORF 1 und in unserem Schi-Ticker mitverfolgen.
Fotoserie
Herminator
WM-Kader
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Er hat gut lachen: Fritz StroblFoto © GEPA
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Mario ScheiberFoto © GEPA
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Gruber ist wieder fitFoto © GEPA





