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Zuletzt aktualisiert: 02.01.2011 um 16:03 UhrKommentare

München lockt Topfahrer mit Weltcuppunkten

Es sind sicher auch die garantierten Weltcuppunkte, die die Schistars nach München auf den 564 Meter hohen Olympiaberg zu den zwei Parallelrennen locken.

Foto © AP

Das Preisgeld von 40.000 Schweizer Franken (32.064 Euro) für den Sieg in Garmisch-Partenkirchen ist als Startpaket für das Neue Jahr nicht zu verachten.Österreich ist mit neun Athleten vertreten, Slalom-Dominatorin Marlies Schild lässt die Veranstaltung allerdings aus und konzentriert sich bereits auf den Slalom am Dienstag in Zagreb.

Die drei Parallelslaloms im Jänner sowie November 2009 in Moskau sind vom Deutschen Felix Neureuther bzw. dem Österreicher Marcel Hirscher und der Schwedin Therese Borssen gewonnen worden. Beim Spektakel auf der Gerüstrampe auf dem Roten Platz waren zwar keine Punkte zu holen gewesen, aber nicht nur Hirscher war auf den Geschmack gekommen. "Das ist die Zukunft des Schisports, eine Kombination aus Sport und Show. Wir brauchen mehr solcher Events und zwar in Paris, Wien, Berlin, New York", hatte der Salzburger damals geschwärmt.

Vorfreude

Dementsprechend groß ist die Vorfreude von Österreichs Top-Techniker auf München: "Ich freue mich brutal auf München. Der Kampf Mann gegen Mann taugt mir total und ich kann mich bei solchen Renen immer voll hineinsteigern", meinte der 21-Jährige. Dem Event in München verlieh der Internationale Schiverband sogar Weltcupstatus. Weil die Teilnehmerzahl aber auf 16 pro Geschlecht begrenzt ist (je die Top 15 der Weltrangliste, dazu ein garantiertes Startrecht für das Gastgeberland), zählen die Punkte nur für die Gesamtwertung und nicht den Disziplin-Cup.

Österreichs Slalom-Ass Reinfried Herbst rutschte wegen Absagen von vor ihm gelisteten Läufern ins Teilnehmerfeld. "Das wird sicher ein sehr spannender Wettkampf. Die Fans werden für eine großartige Stimmung sorgen und das Flair im Olympiapark ist auch speziell", ist der Routinier überzeugt. Auch Speed-Asse wie der Schweizer Didier Cuche und die Salzburger Michael Walchhofer und Andrea Fischbacher finden sich auf der Startliste. "Das wird sicher ein Spektakel. Den Sieg machen sich aber die Slalom-Spezialisten unter sich aus. Ich gehe locker in den Bewerb, vielleicht kann ich überraschen", machte Walchhofer deutlich, dass es nicht nur ein Spaß-Bewerb für ihn ist.

Mit der Deutschen Maria Riesch und der US-Amerikanerin Lindsey Vonn sind bei den Damen die Besten der Gesamtwertung dabei, bei den Herren verzichtet hingegen der aktuelle Branchenprimus Silvan Zurbriggen auf den Trip nach Bayern. Was zur kuriosen Situation führen könnte, dass der nur einen Zähler hinter dem Schweizer liegende Walchhofer die Weltcupführung übernehmen könnte - und das nach einem Slalom. Gefährlich werden kann dem Gewinner der Abfahrt von Bormio nur der 73 Zähler hinter ihm liegende US-Amerikaner Ted Ligety.

K.o-System

Die Rennen werden im K.o-System ausgetragen und es gibt bereits fürs Antreten Punkte. Die Verlierer der ersten Runde (Achtelfinale) erhalten 15 Zähler, jene der zweiten (Viertelfinale) 30. In einem Großen und Kleinen Finale werden die Top Vier ermittelt, auf dem Konto des Siegers werden 100 Punkte, auf jenem des Zweiten 80, des Dritten 60 und des Vierten 50 Punkte gutgeschrieben.

Der Olympiaberg ist ein künstlicher, aus Bombenschutt erbauter Hügel. Da es keinen Lift gibt, werden die Sportler in Autos zum Start hochgefahren. Mit den Parallel-Slaloms sollen auch die alpinen Schi-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen im kommenden Februar sowie die Münchner Olympiakandidatur für 2018 beworben werden.

Von den Österreichern wird die Veranstaltung durchwegs positiv aufgenommen. "Es macht sicher Sinn, mit solchen Events in die Stadt zu gehen", sagte Benjamin Raich. Und Elisabeth Görgl meinte, dass es darum gehe, den Sport für die Leute interessant zu machen. "Und das beinhaltet auch solche Events. Dazu gehören anspruchsvolle Rennen, spektakuläre Kameraeinstellungen und die Art und Weise, wie die Sachen im Fernsehen präsentiert werden."


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