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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2009 um 21:25 UhrKommentare

Noch dreieinhalb Wochen bis zur WM

Um eine österreichischen Beteiligung an der Schi-WM 2009 ist es zurzeit nicht sehr gut bestellt. Die mit Abstand meistbeschäftigten Mitglieder des österreichischen Teams sind derzeit die Ärzte.

Mario Schreiber hat gute Chancen bei der Ski WM mit von der Partie zu sein.

Foto © GEPAMario Schreiber hat gute Chancen bei der Ski WM mit von der Partie zu sein.

Alleine am Donnerstag gab es fast im Stundentakt Nachrichten aus dem immer größer werdenden ÖSV-Lazarett. Am schlimmsten erwischte es wieder einmal Hans Grugger, der 27-jährige Salzburger zog sich wenige Tage vor seinem geplanten Weltcup-Comeback im Training für die Europacup-Abfahrt in Wengen eine Kreuzband- und Meniskusverletzung im rechten Knie zu.

Geplatzter WM-Traum. Die genaue Diagnose Gruggers soll am Freitag in der Privatklinik Hochrum, wo sich die ÖSV-Patienten derzeit die Türklinke in die Hand geben, von Christian Fink und Christian Hoser erstellt werden. Doch bereits jetzt steht fest, dass der WM-Traum von Grugger endgültig geplatzt und das Comeback in weite Ferne gerückt ist. Grugger ist damit nach Andreas Buder (ebenfalls kein Saisoneinsatz wegen Bruchs des rechten Schienbeinkopfes) der zweite Top-ÖSV-Abfahrer, für den die WM in Val d'Isere definitiv kein Thema ist.

Schwere Verletzung. Grugger hatte nach zwei Kreuzbandrissen, einem Meniskusriss und einer Knorpelverletzung zuletzt an einer bakteriellen Entzündung im linken Knie laboriert und dadurch kaum ein Schneetraining absolvieren können. In Saalbach-Hinterglemm hatte er sich vergangene Woche auf seine Rückkehr vorbereitet, die Europacup-Abfahrt in Wengen wollte er als Generalprobe für seinen Weltcup-Einsatz (ebenfalls in Wengen) nützen.

WM-Aus für Schönfelder. Grugger und Buder sind aber nicht die einzigen auf der WM-Ausfallliste der ÖSV-Herren. Denn Rainer Schönfelder hat am Donnerstag endgültig entschieden, einen Schlussstrich unter den für ihn so schmerzhaften WM-Winter zu ziehen. Schönfelder hatte sich Ende Oktober bei einem Sturz beim Einfahren für den Saison-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden eine Schienbeinverletzung zugezogen, diese macht dem Kärntner seitdem schwer zu schaffen.

Weitere Ausfälle. Vergleichsweise harmlos waren da die Nachrichten, die ebenfalls am Donnerstag bezüglich Mario Matt, Marcel Hirscher und Hannes Reichelt auftauchten. Das Trio ist nämlich für das anstehende Rennwochenende in Adelboden fraglich. Matt leidet an einem Infekt im Nasen-Nebenhöhlenbereich, Hirscher kämpft gegen eine Darminfektion an und Reichelt plagt ein Außenohr-Infekt. Laut ÖSV-Herrencheftrainer Toni Giger fällt am Freitag die Entscheidung, ob die drei Athleten bei den Rennen im Berner Oberland an den Start gehen können.

Scheiber hat gute WM-Chancen. Für den einzigen Lichtblick im Herren-Lager an diesem "schwarzen Donnerstag" sorgte Mario Scheiber, der einmal mehr am Knie verletzte Tiroler darf nach einer Untersuchung in Hochrum mit Beginn der kommenden Woche mit dem freien Schifahren beginnen. Damit lebt für Scheiber die Hoffnung auf ein Comeback Ende Jänner in Kitzbühel sowie die kleine Chance auf eine Teilnahme an der WM im Februar in Val d'Isere.

Hosp voller Ehrgeiz. Auch Nicole Hosp gab am Donnerstag bekannt, dass sie die Titelkämpfe in Frankreich noch nicht abgeschrieben hat. Die im linken Knie lädierte Tirolerin sieht eine 50:50-Chance, doch noch an der WM teilnehmen zu können.


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