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    Zuletzt aktualisiert: 03.01.2013 um 19:19 UhrKommentare

    Der fidele Tiroler und sein Stöckl-Schuh

    Alexander Stöckl ist der Mann, der Tournee-Leader Anders Jacobsen formte und den Wunderschuh mitentwarf. Der Schuh sei höchstens ein Hilfs-, aber kein Heilmittel.

    Alexander Stöckl

    Foto © GEPAAlexander Stöckl

    Alexander Stöckl ist ein ehrlicher Mensch. Und so sagt der Tiroler über sich selbst, dass "ich über meine Ernennung zu Norwegens Cheftrainer doch überrascht war. Denn mich hat ja keine Sau gekannt. Aber es war auf alle Fälle eine Wertschätzung meiner Arbeit". Und der Tiroler dankte es auf seine Art, bescherte er dem Mutterland des nordischen Sports doch gleich in seinem ersten Jahr mit Anders Bardal den lang ersehnten Sieger im Gesamtweltcup. Aber das war nur der Anfang.

    Mittlerweile hat Stöckl, der bereits Interviews auf Norwegisch geben kann ("Mir war wichtig, dass ich mit den Leuten kommunizieren kann"), ein schlagfertiges Team aufgebaut, Anders Jacobsen aus der Versenkung geholt und selbigen so geformt, dass dieser am Freitag (13.45 Uhr, ORF eins live) am Bergisel als verdienter Führender in die dritte Tournee-Station abhebt.

    Bis zu seinem Abgang nach Norwegen arbeitete der mittlerweile 39-Jährige bereits 15 Jahre als Nachwuchstrainer beim ÖSV, gilt als Zögling von Skisprung-Guru Toni Innauer und nahm natürlich viel Know-how mit in den hohen Norden. Nicht im Gepäck hatte Stöckl, der seinen Vertrag bei den "Norskern" bereits jetzt bis 2015 verlängert hat, allerdings den dieser Tage heiß diskutierten Wunderschuh von Anders Jacobsen. Den hat sein Vater Paul (ein Tiefbauingenieur) erst im Laufe des letzten Jahres im hauseigenen Keller entwickelt. "Aber", betont Alex Stöckl, der "Stöckl-Schuh" sei höchstens ein Hilfs-, aber kein Heilmittel. "Springen müssen die Athleten immer noch selbst."

    Ausgezeichneter Flieger

    Und dass sie das können, haben Stöckls Schützlinge bei der Tournee in beeindruckender Manier unter Beweis gestellt. So liegen Tom Hilde (er springt neben Jacobsen als einziger Norweger mit dem Spezialschuh) und Anders Bardal auf den ebenso starken Plätzen drei und sechs. Was Jacobsen so stark macht? "Das Besondere an ihm ist, das er irrsinnig konzentriert arbeitet - in allem, was er macht. Zudem ist er ein ausgezeichneter Flieger. Die Tragflächenform, die er nach dem Vorbau einnimmt, da kommt kaum einer hin."

    Aber nochmals zum "Stöckl-Schuh": Dass der fidele Österreicher, der als begnadeter Musiker gilt und gerne einmal spontan für Freunde ein Konzert gibt, die österreichische Konkurrenz mit dieser Erfindung in ein tiefes Jammertal gestürzt hat, kostet ihn nur ein verschmitztes Lächeln. "Ich bin ein wenig verwundert darüber, dass man so schnell große Unruhe in die beste Mannschaft der Welt bringen kann." Doch der Tiroler warnt zugleich: "Verwundete Tiere sind die gefährlichsten."


    Zur Person

    • Alexander Stöckl wurde am 11. Dezember 1973 in St. Johann in Tirol geboren.
    • In seiner aktiven Karriere feierte er 1993 mit dem 15. Platz am Kulm seinen größten Erfolg.
    • Nach dem Karriereende im Jahr 1995 arbeitete er als Assistentstrainer beim ÖSV, ehe er im März 2011 Norwegens Cheftrainer wurde.

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